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WIN | Tickets für das Fair Fashion Forum “Blickwechsel Mode” im Museum Angewandte Kunst FFM

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Konsum ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens – vor allem, wenn es um Mode und andere schöne Dinge geht. Aber zu welchem Preis? Längst sehen wir uns damit konfrontiert, dass die Ressourcen unseres Planeten endlich sind. Die jahrelange, oft uneingeschränkte Ausbeutung der Natur zeigt ihre ersten Auswirkungen. Klimawandel, Sturmfluten, schmelzende Polkappen. Die Liste ist lang, Dokumentationen darüber gibt es zu Genüge. Höchste Zeit, endlich umzudenken! Aber es sind nicht nur die ökologischen Aspekte, die ein ungutes Gefühl im Bauch hinterlassen. Auch die oft prekären Produktionsbedingungen in Billiglohnländern wie Indien und China sind inzwischen kein Geheimnis mehr. Einen erschreckenden Höhepunkt erreichte das unlautere Treiben 2013 mit dem Einsturz einer Fabrik in Bangladesch, die zahlreiche Arbeiter, darunter auch Kinder, damals das Leben kostete. Zum ersten Mal schien die westliche Welt nicht mehr die Augen verschließen zu können oder sagen wir besser, zu wollen. Wie lange der Effekt der Solidarität angehalten hat, das muss wohl jeder selbst für sich hinterfragen. Dokumentationen wie True Cost helfen aber sehr eindringlich gegen das Vergessen.

In der Modebranche stößt das Prinzip Fast Fashion vielen zunehmend sauer auf. Die immer schnellere und kurzweiligere Kreation, Produktion und Distribution von Trends sorgt für einen massenhaften Ausstoß an Ware, der längst in keinem Verhältnis mehr steht. Billigketten werben praktisch mit dem Wegwerf-Charakter ihrer Kleidung. Mit Stil und bewusstem Konsum hat das definitiv nichts mehr zu tun. Gleichzeitig klagen Designer darüber, dass sie am Limit ihrer schöpferischen Kraft sind. Denn auch dafür sorgt die Herstellung von Mode im Akkord. Das Textile wird seines Kunstcharakters beraubt. Die Gegenbewegung scheint in vollem Gange. Fast jeder Retailer, der etwas auf sich hält, führt mittlerweile eine Bio-Linie. Designer legen ihre Herstellungsketten offen, vertrauen auf ökologisch wertvolle Materialien und setzen sich für humane Produktionsbedingungen ein. Doch wie nachhaltig und herkunftsbewusst sind diese Angebote wirklich? Können wir den Versprechungen glauben oder geht es hier mehr um das große Buzzword Greenwashing. Wie steht es dabei um unserem persönlichen Umgang mit Mode? Schaffen wir den Verzicht, wenn um uns herum die saisonalen Trends verführerisch locken und schneller wechseln, als wir Fashion sagen können?

design_for_circularity_x_jan_n_june_photomaximilian_probstBild: Design for Circularity X JAN N JUNE ©Maximilian_Probst

Mit diesen und anderen Fragen setzt sich das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main vom 03. bis 05. November im Rahmen des erstmalig initiierten Fair Fashion Forum „Blickwechsel Mode“ auseinander. Von Kleider-Swapping, über spannende Vorträge und Talks bis hin zu theoretischen wie praktischen Workshop-Einheiten: die Veranstaltung dürfte wohl nicht nur die Herzen waschechter Modelieber höher schlagen lassen. Unter anderem referieren Ina Budde (Design for Circularity, Berlin), Christine Fehrenbach (Leitung Markenentwicklung, Manufactum, Waltrop) Alex Vogt (Kern Kommunikation, Frankfurt), Silke Bolms (Silk Relations, Berlin) und Dr. Kirsten Brodde (Global Project Lead „Detox my fashion“, Greenpeace Deutschland, Hamburg) über die Frage, wo es mit dem Modesystem hingehen kann. Im Redesign-Workshop sitzen die Teilnehmer anschließend selbst an der Nähmaschine und lernen, wie leicht die eigene Kleidung angepasst werden kann. Das Ganze endet, wie es sich gehört´, anschließend mit einer gebührenden Party. Einen Überblick über das komplette Programm gibt es hier.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, bei „Blickwechsel Mode“ dabei zu sein, dann haben wir genau das Richtige für euch. In Zusammenarbeit mit dem Museum für Angewandte Kunste verlosen wir 2×1 Festivalpass im Wert von je 25 Euro. Darin enthalten ist der Eintritt zu allen Veranstaltungen sowie zur Abschlussparty im Konfuzius Franz. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist Folgendes:

1. Schenkt habits und dem Museum Angewandte Kunst ein Like auf Facebook.
2. Hinterlasst uns einen netten Kommentar unterhalb des Artikels. Gerne auch mit einer kurzen Begründung, warum ihr dabei sein wollt.
3. Daumen drücken!

Die Gewinner geben wir am Dienstag, den 01. November bekannt. Die Tickets werden für euch direkt an der Kasse im Museum Angewandte Kunst hinterlegt. Eine Barauszahlung ist leider nicht möglich und wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

Wir drücken euch die Daumen!

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Laura Sodano

FOUNDER & EDITOR IN CHIEF // Lebe lieber ungewöhnlich // Mode. (Pop-)Kultur. Feminismus. Für die einen Schizophrenie par exellence, für diese Dame aber ganz normaler Alltag. Frei nach dem Motto, Gegensätze ziehen sich an, verzücken Laufstegbilder und Editorial Shoots Laura ebenso wie die 100. Neuauflage eines Susan Sontag Essays. Bücher und Mode sind ihre Schwäche, Film, Kunst und Kultur das Terrain auf dem sie heimisch ist. Die gebürtige Frankfurterin redet oft schneller, als andere denken. Sprache ist ihr Medium. Das nuancierte Spiel mit Wörtern ihre Waffe. Selten steht das Gedankenkarussell mal still. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist das Notizbuch ihr ständiger Begleiter.

3 Kommentare

  1. Ich wäre gerne bei dieser interessanten Veranstaltung dabei gewesen. Solche elegante und modische Kleidung kann die Fairtrade-Mode weit nach vorne bringen. Ich betreibe selber eine Webseite für Fairtradekleidung und würde mich über solche Veranstaltungen sehr freuen.

  2. Ich würde mich riesig freuen die Karten zu gewinnen, weil ich mich gerne mit Mode beschäftige und gerne noch mehr über das Thema Fairtrade wissen wollen würde!

    Liebe Grüße,
    Isabel von goesandcomes.net

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