Mind, Think Aloud
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Weihnachtsgrüße | Es kann nur besser werden.

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2016 du warst ein komisches Jahr. Manchmal wage, oft irgendwie verrückt und bei Weitem nicht leicht. Egal ob politisch, gesellschaftlich oder privat: 2016 schien die Welt Kopf zu stehen, alte Ordnungen fielen in sich zusammen wie Jenga-Türme. Terror, Krieg und Zerstörung erschütterten die Welt. Flüchtlingskrise, Rechtsruck, Brexit sowie die zunehmende Angst vor Globalisierung und Armut weckten in den Menschen eher das Schlechte, als dass sie den Zusammenhalt untereinander förderten. Die Menschen scheinen müde und kaum einer scheint nicht darauf zu warten, dass dieser 365-Tage-Zyklus endlich zu Ende geht. Die Luft ist raus und wir in unseren Grundfesten erschüttert. Irgendwie scheint nichts mehr so zu sein, wie es einmal war. “Hell is empty and all the devils are here”, hieß es, als Donald Trump zum Präsidenten der USA gewählt wurde – noch so eine Sache mit der keiner gerechnet hatte und die deshalb umso mehr schockte. Der Satz passt allerdings auch nur zu gut auf die Gesamtsituation 2016. Gleichzeitig haben wir eine ganze Menge von den Guten verloren: David Bowie, Prince, Leonard Cohen, Alan Rickman, Roger Willemsen, Bud Spencer, Umberto Eco, George Martin, Peter Lustig, Zsa Zsa Gabor. Die Liste ist lang. Sie alle haben die Welt ein Stück weit verändert, sie zu einem schöneren Ort gemacht. Sie waren die Helden unserer Kindheit oder standen mindestens für eine Zeit, die längst verloren scheint. Es schmerzt, dass sie alle nun weg sind und wir fragen uns, wer überhaupt ansatzweise in ihre Fußstapfen treten könnte. Fragt ihr mich, sieht es dahingehend im Moment doch ziemlich mau aus.

Ja 2016, du hast uns wirklich einiges an Nerven gekostet – auch privat. Lola und ich können davon nur zu gut ein Lied singen. Vor allem gegen Ende hast du dich noch einmal richtig in die Vollen gelegt und gezeigt, dass du immer noch eins oben draufsetzen kannst. Umso mehr freuen wir uns daher endlich auf ein paar ruhige Tage im Kreis der Familie und etwas Zeit, um die Akkus wieder aufzuladen. Wie dringend das nötig ist, habt ihr vielleicht schon daran gemerkt, dass es hier in den letzten Wochen zunehmend ruhiger wurde.

Wir wünschen euch allen – egal ob euer Jahr nun mindestens genauso mies oder sogar ganz wunderbar war – ein frohes, besinnliches Fest mit den Personen, die euch wirklich am Herzen liegen. Denn auf nichts anderes kommt es am Ende an. In Zeiten wie diesen ist und bleibt Liebe das Zauberwort! So kitschig das klingt.

Und so verabschiede ich mich in die freie Zeit mit dem wohl besten T-Shirt-Spruch des Jahres: R.I.P. 2016 – Thank you for nothing!

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Kategorie: Mind, Think Aloud

von

Laura Sodano

FOUNDER & EDITOR IN CHIEF // Lebe lieber ungewöhnlich // Mode. (Pop-)Kultur. Feminismus. Was für die einen nach Schizophrenie par exellence klingt, ist für diese Dame ganz normaler Alltag. Frei nach dem Motto, Gegensätze ziehen sich an, verzücken Laufstegbilder und Lookbooks Laura ebenso wie die 100. Neuauflage eines Susan Sontag Essays. Bücherläden und (skandinavische) Mode sind ihre Schwäche, Filme und Kultur das Terrain auf dem sie sich zuhause fühlt. Die Frankfurterin mit der tiefen Liebe zum Berliner Leben redet oft schneller, als andere denken. Sprache ist ihr Medium. Das nuancierte Spiel mit Wörtern ihre Waffe. Selten steht das Gedankenkarussell mal still. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist das Notizbuch ihr ständiger Begleiter.

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