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Mixtape | Das Unglück muss zurückgeschlagen werden

Bisher dachte ich immer, Scheitern wäre ein fester Punkt auf einer Zeitachse. Ich war der Meinung, das Scheitern an sich könnte man immer einem eindeutig definierten Ereignis zuordnen. Der Kollaps kommt und im gleichen Augenblick ist einem klar – man ist gescheitert. Schließlich ist ein Misserfolg doch über alle Zweifel erhaben, so wie bei einer nicht bestandenen Prüfung oder wenn man bei einem Turnier verliert. Diese Woche habe ich allerdings erkannt, dass Versagen auch eine Entwicklung sein kann. Den Prozess bekommt man manchmal gar nicht wirklich mit, bis er einen von hinten umrennt und man fällt. Selbst der freie Fall lässt sich noch ausblenden, der Aufschlag tut irgendwann aber sicher weh. Doch wenn das Scheitern auch ein Vorgang sein kann, kann man dann zwischendrin womöglich sagen, man sei derzeit zu 63 Prozent gescheitert? Und morgen können es dann zwei oder 20 Prozent mehr oder auch weniger sein? Ab wann gilt Scheitern dann als definitiv? Scheitern ist heutzutage ja eher verpönt. Man scheitert lieber nicht und wenn doch, dann redet man nicht darüber. Aus diesem Grund sind wohl auch meine …

Mixtape | Wie ein pubertärer Gefühlsflashback

Pünktlich zum Start ins Wochenende gibt es von uns natürlich auch dieses Mal wieder die geballte Ladung Musik auf die Ohren… und das ist, was die Zusammenstellung angeht, für mich tatsächlich gar nicht so leicht, wie mancher denken mag. Denn während Lola diejenige von uns beiden ist, die sich in Sachen Musik richtig auskennt und über die neueste Neuerscheinung schon Wochen vorher Bescheid weiß, stapfe ich mehr als intuitive Hörerin durch, die ohne den musikalischen Geist ihrer herzallerliebsten Lola und des persönlichen Musiker-Herzmannes wohl tatsächlich ziemlich aufgeschmissen wäre. Vor allem Letzterer hat mich über die Jahre faul werden lassen. Schließlich bekomme ich durch ihn alles Hörenswerte nicht nur sozusagen in fein portionierten Häppchen auf dem Silbertablett gereicht, ich kenne auf diesem Planeten wohl auch niemand anderen, der so sehr für und durch Musik lebt, wie dieser Mann. Da stellt sich mir manchmal schon ernsthaft die Frage, wie dieser Kerl eigentlich an einen solchen Musik-Rookie, wie mich, geraten konnte, der nicht nur regelmäßig durch Unwissenheit, sondern auch noch eine tiefe Leidenschaft für links angehauchten, schrillen Feministinnen-Elekto-Postpunk und überproduzierte Dosenmucke hegt. Selbst der herzallerliebsten Lola blieb …