Alle Artikel mit dem Schlagwort: Musik

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Mixtape | Let the sun shine!

Einige haben sich sicherlich schon ein wenig gewundert, dass in dieser Woche nicht all zu viel auf habits. passiert ist. Aber wir geben direkt einmal Entwarnung: Das hat weniger mit schwindender Motivation, als vielmehr mit dem Prinzip Timing zu tun. Während die liebe Lola aktuell nämlich Vollzeit in einem Projekt steckt, hat mich diese Woche die Grippewelle ordentlich aus den Schuhen gehauen – dazu noch ein Feiertag und schon ist das redaktionelle Chaos bei uns perfekt. Ohnehin ist die Sache mit den regelmäßigen Pausen in meinem Fall so eine, die ich definitiv noch lernen muss. Immer eingespannt tanze ich meist auf gefühlten 100 Hochzeiten und arbeite nicht selten mehrere Wochen am Stück sieben Tage durch. Das passiert bei Weitem nicht immer freiwillig, wer jetzt aber denkt, ich hätte es auf Mitleid abgesehen, der liegt falsch. Auf eine absurde Art und Weise brauche ich nämlich dieses latent vorhandene Stresslevel, um in meinem Rhythmus zu bleiben. Multi-Tasking ist bei Freunden und Bekannten so was wie ein zweiter Vorname für mich. Ruhig auf meinen vier Buchstaben zu sitzen, ist mir dagegen …

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Mixtape | Die volle Ladung Beyoncé

Beyoncé hat im Moment beste Karten die Musikwelt, wie wir sie kennen, gründlich auf den Kopf zu stellen. Denn während wir alle schon dachten, das Musikfernsehen sei tot, beweist uns Queen B, dass es offensichtlich längst zur Kunst geworden ist und haut uns ihr visualisiertes Album „Lemonade“ um die Ohren. Nachdem Beyoncé 2013 schon ihr gleichnamiges Album scheinbar völlig spontan in einer Nacht und Nebel-Aktion auf den Markt geworfen hatte, zeigte sich die Gute zuletzt ziemlich politisch. Sowohl das Video zum Track „Formation“, als auch die Super Bowl Performance feierte die Black Culture mitsamt ihrer Geschichte und manövrierte damit sicherlich so manch erzkonservativen Amerikaner mit einem Schlag in die Gegenwart. Das begeisterte dann sogar eine eher hartnäckige Kritikerin, die sich bisher immer an den Glitzer unterlegeten feministischen Kampfansagen gestört hatte. Nun also „Lemonade“. Ein Album, das über das Format des eigenen Mediums hinausgeht und die Musik von Anfang an untrennbar mit Film verknüpft. Was Medienkünstler, wie Nam June Paik oder Walter Ruttmann schon in den 1960er bzw. den 1920er Jahren als die große Zukunft ankündigten, findet nun, knapp mehr als 100 Jahre …

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Mixtape | In anderen Sphären

Bei uns geht an diesem Wochenende, zugegeben, ein wenig sphärisch zu. Realitätsflucht sozusagen oder Reise zum inneren Kern, wenn man es denn esoterisch formulieren will. Nachdem die letzte Woche vor allem bei mir durch Dauerstress und lange Überstunden am Rechner gezeichnet war, wird es spätestens in dieser Zeit für etwas Entspannung zu sorgen – und das konnte ich schon immer am besten, wenn ich mich zeitweise in andere Welten und Jahrzehnte zurück träume. Während die herzallerliebste Lola als Musikcrack gerne dir Hits von morgen erkundet, gilt bei mir eher das Motto: „alt ist immer besser.“ Egal ob 70er, 80er oder 90er, ich höre gerne alles querfeldein, mische Janis Joplin mit Pat Benatar, die Beatles mit New Order oder Nirvana mit Queen. Auch, was das zeitgenössische Futter für Ohren angeht, darf es bei mir gerne ein Hauch Retro-Attitüde mehr sein. Und so werde ich wohl nie den Hype um Bands wie Annenmaykantereit und Co. verstehen, dafür aber immer umso lauter für Künstler und Bands, wie James Blake, Tame Impala, Wild Nothing oder Ballet School die Stimme erheben …

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Mixtape | Konserviere deine Jugend

Als ich jünger war, gab es kaum etwas, dass mein Herz nicht auf Anhieb zum Klopfen bringen konnte. Wenn man mitten in der Pubertät steckt, scheint es ohnehin tausend gute Gründe zu geben, um den eigenen Emotionen freien Lauf zu lassen. Um ehrlich zu sein, hat sich mein Hang zum Theatralisch-Sinnlichen auch mit knapp 30 nicht wirklich verändert. Ich mag Emotionen und noch lieber lebe ich meine Gefühle aus. Sie zeigen mir, dass ich auch als Erwachsene noch immer dazu in der Lage bin, meinem inneren Kind genug Platz zum Toben zu lassen und die Welt mit anderen Augen zu sehen, als der schnöde Alltagstrott es uns so oft glauben machen will. Trotzdem habe auch ich gelernt mich hin und wieder am Riemen zu reißenn – vor allem in Situationen, in denen mein Verstand und (berufliches) Know How gefragt sind. Denn im Gegensatz zu mir scheint der Großteil meines Umfelds seine geistigen Marotten schon vor langer Zeit zusammen mit der Pubertät in einer Kiste tief im Keller verstaubt zu haben. Funktionieren, statt Fühlen. Das ist hart …

Mixtape | Wie ein pubertärer Gefühlsflashback

Pünktlich zum Start ins Wochenende gibt es von uns natürlich auch dieses Mal wieder die geballte Ladung Musik auf die Ohren… und das ist, was die Zusammenstellung angeht, für mich tatsächlich gar nicht so leicht, wie mancher denken mag. Denn während Lola diejenige von uns beiden ist, die sich in Sachen Musik richtig auskennt und über die neueste Neuerscheinung schon Wochen vorher Bescheid weiß, stapfe ich mehr als intuitive Hörerin durch, die ohne den musikalischen Geist ihrer herzallerliebsten Lola und des persönlichen Musiker-Herzmannes wohl tatsächlich ziemlich aufgeschmissen wäre. Vor allem Letzterer hat mich über die Jahre faul werden lassen. Schließlich bekomme ich durch ihn alles Hörenswerte nicht nur sozusagen in fein portionierten Häppchen auf dem Silbertablett gereicht, ich kenne auf diesem Planeten wohl auch niemand anderen, der so sehr für und durch Musik lebt, wie dieser Mann. Da stellt sich mir manchmal schon ernsthaft die Frage, wie dieser Kerl eigentlich an einen solchen Musik-Rookie, wie mich, geraten konnte, der nicht nur regelmäßig durch Unwissenheit, sondern auch noch eine tiefe Leidenschaft für links angehauchten, schrillen Feministinnen-Elekto-Postpunk und überproduzierte Dosenmucke hegt. Selbst der herzallerliebsten Lola blieb …

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Music Friday | Power-Frauen

Pünktlich zum Wochenende gibt´s von uns natürlich wieder eine gehörige Portion Musik auf die Ohren. Dass die dieses Mal fast ausschließlich aus der Feder und der Kehle von Frauen stammt, ist tatsächlich reiner Zufall – auch wenn ich mich beim zweiten Gedanken schon frage, ob das unbewusst vielleicht nicht doch mit meinem gestrigen Besuch der Ausstellung „Sturmfrauen“ in der SCHIRN zu tun hat. Ähnlich wie in der Kunst und der Literatur zählt nämlich auch die Popwelt noch immer zu jenem Metier, in dem die Herren der Schöpfung irgendwie im Vordergrund stehen. Zwar erliegen beide Geschlechter gleichermaßen der Aura und Musik von Sängerinnen, wie Grimes, Björk und Co. Trotzdem scheinen Damen, sobald es um ernstzunehmende Musik geht, noch immer eher als Ausnahme angesehen zu werden. Die Mehrheit weiblicher Sanges-Kehlen wird dagegen vielmehr für ihr Aussehen und ihre Instagram-Accounts gelobt. Und das ist nicht nur ziemlich schade, sondern zeigt gleichzeitig auch, wie sehr wir als Zuhörer noch immer von alten gesellschaftlichen Konventionen gelenkt werden. Solange wir uns selbst nämlich noch regelmäßig dabei ertappen, dass wir Frauen zunächst einmal weniger wegen …