Alle Artikel mit dem Schlagwort: Music

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Mixtape | “Tonight We’ll Let It Go And Let It Burn Into The Morning Light”

Statt 30 Grad steht die Heizung auf drei, statt Sonnenschein und Wonnestimmung draußen tristes Regengrau. Das aktuelle Herbstwetter schlägt mir auf’s derzeit ohnehin angeschlagene Gemüt. Müdigkeit. Lethargie. Im Kopf herrscht absolute Flaute, die Gefühle auf Sparflamme, wenn sie nicht inzwischen sowieso schon wie Hände und Füße abgefroren sind. Klingt dramatisch? Empfinde aber wohl längst nicht nur ich so. Wo man hinschaut, blicken einem abgespannte und zunehmend genervte Gesichter entgegen. Auch sie haben Wintermantel, Schal und Mütze satt. Auch sie wollen Sandalen, nackte Beine und Feierabendbier im Sonnenuntergang – eben das Klischee in voller Bandbreite. Es bleibt die Flucht in andere Realitäten. Bücher, Filme, Serien und seit kurzem auch wieder Musik. Die konnte ich in den letzten eineinhalb Monaten so gut wie nicht ertragen. Aus Gründen. Zu viel Emotion wurde da mit einem Schlag aufgewühlt – und wird es teilweise noch. Allmählich nähern wir uns aber wieder an, die Songs und ich. Neue kommen dazu, alte werden wieder entdeckt. Aktuell sind die meisten von ihnen eher laut, wütend und trotzig. Manchmal auch melancholisch. Aber das versuche ich …

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Interview | LARA SNOW. “Once I’m on stage all my guards go down and I just let go”

LARA SNOW haben uns vom ersten Ton an begeistert. Ein verhältnismäßig zarter Look trifft auf laut bis wilde Elektro- und Punk-Elemente, dazwischen reichlich Hip Hop und Pop. Das erzeugt Spannung und macht neugierig. Für uns also Grund genug euch Lara Snow anlässlich der Deutschlandtour Ende letzten Jahres nicht nur musikalisch näher zu bringen, sondern auch gleich noch Tickets für die Konzerte in Frankfurt und Berlin zu verlosen. Doch wer steckt den nun eigentlich hinter dem Sound? Wir haben Valery und Jonathan zum Stelldichein gebeten. Im Interview verraten Sie uns mehr über die Idee hinter der Band, über ihre Musik und was sie persönlich bewegt und motiviert. (English Version here) Valery du hast LARA SNOW 2014 gegründet – oder sagen wir vielmehr erschaffen. Was ist die Geschichte dahinter und was war der Punkt, an dem du für dich den Entschluss gefasst hast, diese Reise anzutreten? Valery: LARA SNOW wurde aus dem persönlichen Bedüfrnis heraus geboren, eine bessere und glamourösere Version meiner selbst zu erschaffen. Ich nahm Produktionsstunden in einem lokalen Sound-Institut und ich erinnere mich noch, dass ich …

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WIN | Je 1×2 Tickets für LARA SNOW live in Frankfurt und Berlin

LARA SNOW haben uns vom ersten Ton an begeistert. Bereits vor einer Weile hatten wir euch den Track “Sometimes it´s Enough im Mixtape vorgestellt, der durch das schnelle Tempo und die Mischung verschiedener Musikgenres einen ganz eigenen, wiedererkennbaren Sound entwickelt. Aber wer ist eigentlich die vermeintliche Dame, die sich auf den zweiten Blick als Duo entpuppt? LARA SNOW ist nämlich sozusagen eine Kunstfigur. Dahinter verbergen sich die beiden aus Tel Aviv stammenden Musiker Valery und Jonathan. Gemeinsam machen sie seit 2014 Musik. Zu viel wollen wir euch an dieser Stelle aber noch nicht verraten, denn kommende Woche folgt noch ein ausführliches Interview mit den beiden. Soviel aber schon einmal vorab: Bei LARA SNOW trifft ein Look zart wie Schnee auf laute bis wilde Elektro- und Punk-Elemente, dazwischen reichlich Hip Hop und Pop. Fast scheint es so als flirtet der Sound von MØ mit M.I.A. und Riot Grrrls-Mukke à la Bikini Kill. Dieses Spiel mit Kontrasten ist ebenso gewollt, wie kalkuliert. LARA SNOW geht es nicht darum, geradlinig zu sein. Worauf sie hinarbeiten, sind vielmehr bewusste Brüche mit den Konventionen, mit der Erwartungshaltung und …

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Mixtape | Alles auf Anfang

Veränderungen gehören zum Leben, wie das morgendliche Zähneputzen. Trotzdem war ich nie wirklich ein Fan davon. Wieso den sicheren bequemen Hafen, in dem man herumschippert, aufgeben, um sich dem großen Unbekannten zu stellen? Warum die Geborgenheit des vermeintlich Heimischen hinter sich lassen, um als anonymer Niemand in einer Masse aus anderen zu verschwinden? Einsamkeit statt Liebe, Herausforderung statt Wertschätzung? Ohne mich! Zumindest bisher. Denn irgendwann kommt wohl bei jedem der Punkt, an sich dem der Schalter mit einem lauten Knall umlegt. Einfach so und man selbst kann im Nachhinein nicht einmal mehr sagen, wann es eigentlich passiert ist. Dann wird die Sehnsucht nach Neuem, nach dem einen großen Abenteuer mit einem Mal so prägnant, dass all unsere Synapsen Gefahr laufen, durchzubrennen. In solchen Situationen haben wir in der Regel zwei Möglichkeiten. Nummer eins wäre, den Impuls zu unterdrücken, bis all das innere Brodeln von alleine wieder versiegt. Das mag die einfache Version sein. Irgendwann sitzt man aber vielleicht da und blickt zurück auf einen ganzen Sack verpasster Chancen, die man nur aus schnöder Angst heraus …

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Mixtape | Sphärische Klänge

Zum Ende dieser Woche wollen wir ausnahmsweise einmal gar nicht zu viele Worte verlieren. Denn Fakt ist, wir hängen in den Seilen – so wie alle irgendwie. Fast fühlt es sich so an, als stünde die Welt still und wisse selbst nicht, in welche Richtung sie sich nun Schwung verpassen soll. Das triste Grau da draußen drückt auf die Stimmung und statt Sonnentanzerei verfallen wir in melancholisch getränkte Kuschelstimmung. Vielleicht ist das alles aber auch bloß die Ruhe vor dem Sturm, ein großer wilder emotionaler Sturm, der jene Kapriolen, die das Wetter derzeit schlägt, um Längen übertreffen wird. Passend dazu regieren diese Woche im Mixtape auch die eher ruhigen Töne, größtenteils gesungen von hellen, beinahe elfenhaften Stimmen, in deren tiefen Tönen, die Traurigkeit der Welt zu liegen scheint. Beispiel gefällig, dann lehnt euch zurück, schließt die Augen und hört rein. In diesem Sinne: Happy Weekend! Pixie Geldof – So Strong Pixie Geldof – Escape Route HAPPY MEALS – If you want me now GRIMES – California Freja – Lonely St. Vincent – Marrow JJ – Inner …

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Mixtape | Rewind & Reverse

Manchmal ist es schon verrückt: Gestern noch stolperte ich in meiner iTunes Bibliothek über ein altes Album von Rosin Murphy und fragte mich, was aus der Dame, die bereits lange vor Sia ausgefallene Kostüme für sich entdeckt hatte, eigentlich geworden ist und schon ploppt mir heute Morgen ihr brandneuer Song entgegen. Gleiches passierte vor einer Weile schon mit “The Kills”. Kaum hatte ich mich wieder durch die alten Alben von Alison Mosshart und Jamie Hince gehört, da kamen die beiden auch schon mit frisch gepresstem Sound um die Ecke – nach fünfjähriger Pause. Seitdem legen sie sogar einen ziemlichen Sprint in Sachen Neuerscheinungen hin. So, wie sich dieses Spielchen im Hinblick auf die Musik treiben lässt, funktioniert es auch in vielen anderen Dingen unseres alltäglichen Lebens. Da fallen einem alte Fotos entgegen, kurz bevor man eine bestimmte Person wieder trifft, ein plötzlicher Geruch katapultiert uns mit einem Schlag zurück in die Vergangenheit und sprudelt Emotionen hoch, die wir eigentlich schon längst vergessen hatten oder eine alte Fernsehserie flimmert mit einem Mal wieder über den Bildschirm, kaum dass wir uns …

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Mixtape | Let the sun shine!

Einige haben sich sicherlich schon ein wenig gewundert, dass in dieser Woche nicht all zu viel auf habits. passiert ist. Aber wir geben direkt einmal Entwarnung: Das hat weniger mit schwindender Motivation, als vielmehr mit dem Prinzip Timing zu tun. Während die liebe Lola aktuell nämlich Vollzeit in einem Projekt steckt, hat mich diese Woche die Grippewelle ordentlich aus den Schuhen gehauen – dazu noch ein Feiertag und schon ist das redaktionelle Chaos bei uns perfekt. Ohnehin ist die Sache mit den regelmäßigen Pausen in meinem Fall so eine, die ich definitiv noch lernen muss. Immer eingespannt tanze ich meist auf gefühlten 100 Hochzeiten und arbeite nicht selten mehrere Wochen am Stück sieben Tage durch. Das passiert bei Weitem nicht immer freiwillig, wer jetzt aber denkt, ich hätte es auf Mitleid abgesehen, der liegt falsch. Auf eine absurde Art und Weise brauche ich nämlich dieses latent vorhandene Stresslevel, um in meinem Rhythmus zu bleiben. Multi-Tasking ist bei Freunden und Bekannten so was wie ein zweiter Vorname für mich. Ruhig auf meinen vier Buchstaben zu sitzen, ist mir dagegen …