Alle Artikel mit dem Schlagwort: Medien

Lady Diana

Watch | Lady Diana – (Stil-)Ikone wider Willen

Sie gilt als Vorbild und Stilikone unserer Zeit. In diesem Jahr jährte sich der 20. Todestag von Prinzessin Diana. Dokumentationen über ihre Person gibt zu Auf. Doch selten war eine davon so einprägsam, wie Diana: Die geheimen Interviews. Es ist eine gebrochene Frau, die aus dem Off erzählt. Die Stimme bekannt, doch eigentlich möchte man zunächst nicht glauben, dass sie jener schillernden Frauengestalt gehören soll, die parallel über den Bildschirm flimmert. Diana, Princess of Wales, war für viele mindestens so sehr ein Vorbild, wie sie als Stilikone galt. Als sie starb, war ich etwa zehn Jahre alt und obwohl damit noch zu jung um wirklich von Erinnerung zu sprechen, ploppen auch bei mir im Hinterkopf Bilder auf, wie die Nachricht ihres Tod über den Bildschirm flimmert. Fast noch eindringlicher ist die Trauerfeier im Kopf geblieben. Der Sarg umhüllt von einer Flagge, bedeckt mit weißen Lilien rollt er durch die trauernde Menschenmasse in London. Dahinter vier Menschen, zwei davon ihre Söhne William und Harry. Es war eine meiner ersten Begegnungen mit dem Tod, die zeigte, hier …

mind your own uterus_period

Think Aloud | Keine Angst vor bösem (Menstruations-)Blut

Gestern schickte mir eine sehr liebe Freundin einen spannenden Artikel auf ZEIT.de, der sich mit einer ziemlich blutigen Angelegenheit auseinandersetzt: der Menstruation. Kurz darauf stolperte ich auch bei Blonde.de über einen Beitrag, der die Debatte um die weibliche Regelblutung aufgriff und den im ersten Artikel schon angesprochenen Begriff des „Femoji“ in seinen Fokus stellte. Zufall? Eher nicht! Denn schon seit einer Weile beschäftigen sich junge Feministinnen auf der ganzen Welt intensiv mit dem Thema und haben es sich zur Aufgabe gemacht, einer falschen Tabuisierung und „Ekelfizierung“ den Kampf anzusagen. Denn sind wir mal ehrlich, entgegen vieler anderer Dinge im sogenannten weiblichen Alltag handelt es sich bei der Periode ausnahmsweise einmal tatsächlich um etwas vollkommen Natürliches und als Frau kommst du in der Regel nicht um deine “Regel” herum – außer du hilfst durch Hormone, wie etwa die Antibabypille, künstlich nach. Über die Gesundheitsrisiken, die mit der täglichen Hormondosis von außen einhergehen, brauchen wir an dieser Stelle wohl nicht zu sprechen. Scharf auf den monatlichen Besuch sind am Ende wohl die wenigsten, auch das dürfte weithin …

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Mode 3.0? // Auferstehung oder Untergang – Was kommt nach dem großen Hype?

Die Modewelt steht Kopf – und das nun schon seit einer ganzen Weile. Während dem einen Haus der Chefdesigner abhandenkommt, kündigt das andere grundlegende Umwälzungen an. Beim Dritten wiederum wird derzeit gemunkelt, was das Zeug hält. Egal, wie wir es drehen und wenden. Am Ende bleibt bei allen meist nur ein großes Fragezeichen. Fast scheint es, als befände sich die Branche in Katerstimmung. Ist uns allen etwa schwindelig geworden, weil das Modekarussell sich in den letzten Jahren viel zu schnell gedreht hat? Wird es womöglich Zeit einen Gang runterzuschalten oder sogar kurz einmal ganz anzuhalten, um anschließend den Rückwärtsgang einzulegen? Stehen wir etwa vor der nächsten großen Mode-Revolution? Im vergangenen November brachte eine News die sonst so schöne Welt der Mode mit einem Schlag ziemlich ins Wanken. Raf Simons nahm seinen Hut und kehrte Dior den Rücken. Nach nur knapp dreieinhalb Jahren. Kurze Zeit zuvor hatte bereits Alexander Wang mit seinem Weggang von Balenciaga für Aufsehen gesorgt. In seinem Statement gab der Raf Simons an, dass diese Entscheidung ganz bei ihm gelegen habe. Er sei …

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Think Aloud | Das Ende der Nacktheit? Wie Playboy und Co. die neue Prüderie einläuten.

Der Playboy ohne nackte Frauenkörper? Das klingt wohl mindestens so abwegig, als würde ein Fashionmagazin beschließen von nun an auf Mode zu verzichten. Und doch soll genau das spätestens im März 2016 knallharte Realität werden. Denn wie Magazin-Chef Scott Flanders nun gegenüber der New York Times äußerte, sind es längst nicht mehr die unbekleideten Damen, wegen denen sich das Magazin verkaufe. Ganz im Gegenteil. Der Playboy, der mit einer Auflage von knapp 5,6 Millionen Heften pro Ausgabe in den 70er Jahren zu den führenden Titeln auf dem Printmarkt zählte, druckte zuletzt nicht einmal mehr als 800.000 Exemplare. Und wozu auch? In Zeiten, in denen Brüste und andere Nuditäten per simplem Mausklick in Massen im WWW erhältlich sind und jeder Amateur offensichtlich glaubt, zum Pornostar berufen zu sein, kräht längst kein Hahn mehr nach der verhältnismäßig keuschen Print-Aternative. Was 1975 als (geschmacklose) Revolution galt und jahrelang bei einem ganzen Haufen heranwachsender Halbstarker für feuchte Träume und verklebte Seiten sorgte, kann den meisten von uns heute wohl nur noch ein müdes Lächeln abringen. Ohnehin hatte der Playboy tatsächlich schon …