Alle Artikel mit dem Schlagwort: Look

Dress me Monday Miami Vice

Dress me Monday | Miami Vice meets Mentos

Blazer Dress – Zara | Ohrringe – Zara | Korbtasche – Zara | Schuhe – Mango (ähnliche hier und hier) Irgendwo zwischen Raffaello-Lady und 90er Jahre Mentos-Girl bewegt sich der Look oben. Ach ja, und eine Portion Miami Vice ist auch dabei – Schulterpolster sei Dank. Was uns in modischer Hinsicht gefällt, wird in der Regel nicht von aktuellen Trends bestimmt, sondern mindestens auch durch unsere eigene, ästhetische Wahrnehmung geformt mittels persönlicher Erinnerungen und Assoziationen. Anders ausgedrückt: Während Designer wie Retailer im Sommer 2017 ganz nüchtern vom Comeback der 80er in der Mode sprechen, sitze ich gedanklich wieder als kleines Mädchen vorm TV, bewundere die pastellfarbenen Anzüge der saucoolen Ermittler Sonny Crockett und Ricardo Tubbs, die im sonnigen Miami Abenteuer erleben und summe zwischendrin jenen Werbe-Jingle, der mir jetzt so viele Jahre später wieder glasklar im Ohr nachklingt. Ja, damals war irgendwie alles leichter. Um die großen und kleinen Probleme des Alltags zu bewältigen, genügte ein schlichtes Bonbon, das gleichzeitig auch für frischen Atem sorgte, Werbung machte noch Spaß, Kerle hatten schönere Föhnwellen als die Damen um …

dress-me-monday-simple-with-a-twist

Dress me Monday | Simple with a Twist

Rollkragenpullover – & other Stories | Rock – MSGM via Farfetch | Handtasche – Mango | Sneakers – Reebok Classics via Zalando Seit ich denken kann, liebe ich schöne Dinge, leider bin ich noch viel länger das Kind meines Vaters. Und das wird spätestens dann zum Problem, wenn es um schmucke Mode geht, die nicht nur in stilistischer Hinsicht ihren Preis hat. Manchmal frage ich mich wirklich, ob meine Eltern mich bei der Geburt nicht vielleicht doch aus Versehen vertauscht haben. Meine Mom schwört jedenfalls bis heute völlig überzeugt, das sei unmöglich, und ehrlich gesagt, kann ich auch charakterlich absolut nicht leugnen, dass ich das Kind meiner Eltern bin. Wie aber konnte ich mich dann so entgegen meines restlichen Clans entwickeln. Wann kam der Punkt, an dem ich die andere Abzweigung genommen habe, jene, die mich mit einem Schlag in die Sphäre virtueller Kommunikation und schmucker Habseligkeiten katapultierte. Einer Welt, über die vor allem mein Vater oft nur den Kopf schütteln kann. Während seine Tochter nämlich einen Faible für Literatur, Sushi, guten Wein und Schuhe hegt, vertrat Papa schon …

laura-pink-leo_05

Outfit | Hip Teens Don´t Wear Blue Jeans

Als ich vor knapp einer Woche anlässlich meines 30. daheim eine kleine Sause schmiss, dauerte es nicht lange, bis die ersten Gäste einen Blick in meinen Schrank werfen wollten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ich kurz zuvor meine Kleiderstange vom Flur ins Schlafzimmer geschleppt hatte, um fortan Lieblingsteilen statt Jacken und Mäntel ein Plätzen darauf zu geben. Nun wissen meine Freunde zwar eigentlich allesamt, dass ich modisch gerne einmal über die Strenge schlage, ihr ungläubiges Staunen irritierte dann aber doch. “Verrückt, wie viele ausgefallene Sachen du hast, die ich an dir noch nie gesehen habe”, ein Satz, den ich an besagtem Abend mehr als einmal zu hören bekam. Das Komische ist allerdings, ich selbst habe nach eigenem Empfinden bis auf zwei bis drei obligatorische Teile eigentlich keine Fehlkaufleichen im Schrank. Und abgesehen von den paar Textilien, die ich wirklich nur zu ganz besonderen Anlässen trage, wird der Rest regelmäßig ausgeführt. Woher kommt also die Ansicht meiner Lieben, ich sei auf der Kleiderstange um einiges experimentierfreudiger als in real? Inzwischen glaube ich eine erste Antwort gefunden zu haben …

Laura_Maxidress rose_05

Outfit |”Hängerchen” around

Ohne das Slip-Dress geht im Moment nichts. Seit dem Sommer verfolgt uns das feine Kleidchen mit den mindestens noch feineren Trägern hartnäckig in den Trend Specials und fühlt sich vor allem dann wohl, wenn es mit Rollkragenpullover oder T-Shirt darunter kombiniert wird. Grunge lässt grüßen – zumindest im weitesten Sinne – und als überzeugtes Kind der 90er, ist es praktisch meine Pflicht, dem klopfenden Herzen angesichts dieser Modekapriole zu folgen. Gesagt, getan. Mittlerweile kuscheln in meinem Schrank gleich ganz vier der hübschen Teile miteinander. Mein liebstes davon ist aber ausgerechnet eines, das ich anfangs gar nicht so wirklich wollte. Lasst mich kurz ausholen: Vor ein paar Wochen klickte ich mehr wahllos als konkret im Onlineshop von Zara herum auf der Suche nach einem schmucken Samtkleid im Lingeriestil. Gerade als besagtes Objekt der Begierde in den Warenkorb gewandert war, blitze im Augenwinkel noch ein anderes Schätzchen auf. Nudefarben mit Spaghettiträgern und ganz meinem Faible gemäß in Maxi-Länge. Einziger Knackpunkt: Der Saum war asymmetrisch. Buh! Dem hatte ich seit den frühen 2000ern nämlich wirklich abgeschworen, etwaige Teenie-Fotos rieten mir, es sei …

Bohemian Moods_header_habits

Dress Me Monday | Blumenkinder

Bluse – WEEKDAY | Jeans mit Rüschen – ASOS | Schuhe – Zara | Tasche – Chloé via Net-a-Porter oder via Farfetch | Lippenstift – M.A.C. via Douglas (Farbton: Lady Danger) Im Moment verspüre ich immer öfter den Wunsch, mich in bester Blumenkind-Manier barfuß und gehüllt in ein herrlich leichtes Walle-Walle-Kleid ins Gras zu fläzen, die Augen dem Himmel zugewandt, wo butterweiche Wattewölkchen vollkommene Ruhe verbreiten. Sozusagen eins sein mit der Natur, fern ab all der Ungereimtheiten, die da in der Welt aktuell so vor sich gehen. Als Person, die Mode nicht nur vom rein ästhetischen Standpunkt betrachtet, glaube ich auch nach all den Jahren in der Branche noch immer fest daran, dass auch so etwas offenkundig oberflächliches wie Design stets seinen sozialen wie politischen Ursprung hat oder mindestens stark von der eigenen Umwelt beeinflusst ist. Die Geschichte hat dafür immer wieder die besten Beispiele geliefert, da braucht man sich nur einmal die Entwicklung der Kleidung nach der französischen Revolution anzuschauen oder auch die nicht ganz unkritische Geschichte des Pali-Tuchs. Auch unsere aktuelle Liebe zum Style der 70er …

Habitsmag_70s-gelb_header

Pflasterstrand trifft Curry

Jahrelang standen die Farbe Gelb und ich auf Kriegsfuß. Von Curry bis Limone, sobald ich es auch nur wagte mir etwas in besagtem Farbton überzustreifen, schon sah ich aus, als sei gesundheitlich etwas ganz und gar nicht in Ordnung mit mir. Was ich an dieser Stelle vielleicht erwähnen sollte: Damals war ich dunkelhaarig, genauer gesagt irgendetwas zwischen Kastanie, Mahagoni und Schwarz, vielleicht nicht ganz die ideale Farbe für helle Schneewittchenhaut, wenn man nicht gerade den Deeta von Teese-Look anstrebt. Doch Zeiten ändern sich und mit ihnen so manches Mal eben auch die Frisur. Nach einigen Ausflügen in die Welt der Rothaarigen, landete ich lange bei sogenanntem Strawberry Blonde, ehe es mich seit letztem Sommer in die Welt platinblonder Mähnen verschlagen hat. Und siehe da, kaum schimmert das Haupthaar in einem anderen Ton, eröffnen sich auch in Sachen Kleidung ganz neue Perspektiven. Der gelbe Rollkragenpullover oben fristete über mehrere Jahre nun schon ein ziemlich trauriges Dasein im Kleiderschrank – so richtig von ihm trennen wollte und konnte ich mich dann aber doch irgendwie nie. Vor Kurzem dann …

Dress me Monday_habitsmag_Casual_retro

Dress me Monday | Casual Retro

Jacke – GANNI | T-shirt – via Etsy oder via NASA Shop | Minirock – MANGO | Sneakers – adidas (via Zalando) – Tasche – A.P.C. Es gibt Kleidungsstücke, die verfolgen mich gedanklich, kaum dass sie zum ersten Mal durch mein Sichtfeld gerauscht sind. Bei dem schlichten, grauen NASA-Shirt handelt es sich um ein solches Exemplar – und damit stehe ich definitiv nicht alleine. Das zeigt sich spätestens, wenn man auf Instagram die Hashtags #nasa, #nasashirt und #nasatee eingibt. Eigentlich völlig bescheuert, wenn man einmal darüber nachdenkt, wie lange dieses Stückchen Textil schon existiert, ehe es in den Fokus modischer Begehrlichkeiten gerückt ist. Noch vor Kurzem hätten wohl maximal Nerds und Weltraumfans beim Anblick des so markanten blau-weiß-roten Logos auf der Brust feuchte Finger bekommen, aber doch nicht Modemenschen. Wie gesagt, bisher. Denn von Zeit zu Zeit landen Elemente der Subkultur mit einem Schlag im Mainstream oder flattern über den eigenen Tellerrand hinaus in eine andere Peergroup. Das kannte schon der Rock n´Roll, beim Grunge war es nicht anders und Punk wie Gothic beweinen wahrscheinlich noch heute den Ausverkauf ihrer Werte. Waren …