Alle Artikel mit dem Schlagwort: Literatur

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Interview | Lena Elfrath über ihren Debütroman „Die Liebe ist ein Schmetterling“

Fotos: © Marc Krause Anfang August ist Lena Elfraths Debütroman „Die Liebe ist ein Schmetterling“ erschienen. Binnen kürzester Zeit haben wir den 436 Seiten prallen Erstling verschlungen, so begeistert waren wir vom pointieren Erzählstil der Autorin, die sich nicht davor scheut, den Finger gezielt in die Wunde zu legen. Laura hat die charmante Frankfurterin mit dem ansteckenden Lachen zum Interview getroffen, um mit ihr zwischen Wein, Süßkartoffel-Pommes und ungeahnt großen Beilagensalaten über das Schreiben an sich zu sprechen, über die manchmal ziemlich verquere Suche nach dem sogenannten Sinn im Leben und die Frage, weshalb wir uns mit der Realität“ manchmal so schwertun. Ein Zusammentreffen, bei dem die Chemie von Anfang stimmte.  „Die Liebe ist ein Schmetterling“ ist dein Debütroman. Wann ist bei dir zum ersten Mal der Gedanke aufgeploppt, ein Buch zu schreiben? War das schon immer ein Bedürfnis oder gab es da einen ganz bestimmten Punkt? Die Idee war immer da. Den Entschluss, ein Buch zu schreiben, habe ich vor etwa sechs bis sieben Jahren gefasst. Kurz darauf ging ich in eine Bar und ich erinnere …

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Interview mit Mirna Funk | „Es ist wichtig, die Schönheit von Widersprüchen zu erkennen“.

Mit ihrem Debütroman „Winternähe“ ist Mirna Funk aktuell in aller Munde. Wir haben die Deutsch-Jüdin im Rahmen der Buchmesse zum Interview getroffen und uns mit ihr über ihre Wurzeln, ihr Leben in Berlin und die Vorurteile unterhalten, mit denen sie sich manchmal konfrontiert sieht. Liebe Mirna, erst einmal Glückwunsch zum ersten Roman, der wirklich großartig geworden ist! Wie war es denn schließlich das fertige Exemplar in den Händen zu halten? Mirna: Also das Verrückte ist – zumindest ging es mir so – wenn es dann tatsächlich soweit ist, ist das alles gar nicht mehr so faszinierend, wie man anfangs selbst noch erwartet hätte. Ich erinnere mich daran, dass bevor ich im November 2014 den Vertrag mit dem Fischer Verlag unterschrieben hatte, ich dachte: „Stell dir vor, du findest einen Verlag. Wäre es nicht total verrückt, wenn dein Buch tatsächlich gedruckt werden würde?“ In dem Moment findest du das alles noch ziemlich unvorstellbar. Als es dann aber wirklich soweit war und ich das fertige Buch in den Händen gehalten habe, bin ich doch relativ professionell an …

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Close Reading | Sheila Heti – Wie sollten wir sein

Aktuell wabert der Name Sheila Heti vor allem im Zusammenhang mit dem Buch „Frauen und Kleider“, das sie zusammen mit den Autorinnen Leanne Shapton und Heidi Julavits geschrieben hat, durch die deutsche Medienlandschaft. Doch die kanadische Autorin hat weit mehr zu bieten, als nur einen gekonnten Blick auf Mode und deren gesellschaftliche Funktion. Was Heti interessiert, sind die Menschen im Allgemeinen, ihr Wesen, ihre Beziehungen und ihre Existenz, die aus den vielen Verknüpfungen mit der Welt um sie herum entsteht. Ihr vorangegangener Roman, „Wie wir sein sollten“, der 2014 bei Rowohlt erschienen und inzwischen auch als Taschenbuch erhältlich ist, widmet sich genau dieser nuancierten Betrachtung menschlichen Seins und stellt vor allem eine Frage: Was passiert eigentlich, wenn das, was wir selbst nur zu gerne als unsere eigene Natur begreifen, uns mit einem Mal den Spiegel vorhält und unerbittlich die andere Seite, jenseits des schönen Scheins, entlarvt? Was tun wir dann? Und überhaupt „How should a Person be?“, wie der englische Originaltitel die Sache noch treffender formuliert. Im Mittelpunkt der semifiktionalen Erzählung steht die Mittdreißigerin Sheila, die gerade …