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Mixtape | Let’s start a bonfire …and burn down the old

Es gibt Momente im Leben, die scheinen so einschneidend, dass sie mit einem Schlag und mit voller Wucht aus der Bahn werfen. Oft merkt man das alles gar nicht direkt. Zu tief sitzt der Schock, zu wichtig scheint es, die vermeintliche Normalität hochzuhalten. Dann diffundiert man beinahe traumwandlerisch umher und versucht die Illusion des Alten hochzuhalten. Erst nach und nach bröckelt die Fassade, bis man irgendwann vor den Trümmern seines eigenen Hauses steht. In diesen Momenten gibt es zwei Möglichkeiten: Am Alten festhalten und daran zugrunde gehen oder ein Streichholz hineinwerfen und auch noch die letzten Reste niederbrennen – im metaphorischen Sinne natürlich. Das mag radikal klingen, schlussendlich macht es aber erst den ganzen Kram mit dem Phoenix aus der Asche möglich. Denn es ist doch so: Wenn wir erst einmal bereit sind, Vergangenes hinter uns zu lassen, können wir auch weitergehen, uns selbst entwickeln und wahrscheinlich für einen kurzen Moment endlich einmal klar sehen, wer wir waren, wer wir sind und wer wir sein wollen. Viel zu gerne hocken wir sonst in unserer eigenen Bequemlichkeit, bemitleiden …

Header Orange

Trendwatch | Orange

T-Shirt – GANNI | Schuhe – Dries van Noten via mytheresa | Ohrringe – Zara | Jumpsuit – Apiece Apart via Net-a-Porter | Bluse – Zara Manchmal scheint es fast verrückt, wie ähnlich die Modegemüter getaktet sind. Inspiriert von meinem Strickpullover, den in den ich mich kürzlich bei H&M Hals über Kopf schockverliebte, bastelte ich an den letzten zwei Abenden munter am Trendbericht zur Trendfarbe Orange. Fertig mit der ersten Auswahl musste ich beim Klick auf This is Jane Wayne erst einmal lachen. Dort titelte die liebe Nikejane “Orange is the new Red” und präsentierte eine feine Auswahl an schmucken Teile zu besagter Farbe. Ähnlich auch im restlichen Web. Überall schmuggelt sich der knallige Ton derzeit in Kollektionen und Trendberichte. Bevor wir uns jetzt aber auch in Anspielungen auf die gleichnamigen Netflix-Serie verlieren, kommen wir zum eigentlich Thema: Am knalligen Ton, der ziemlich genau in der Mitte von Gelb und Rot liegt, kommen wir in diesem Jahr definitiv nicht vorbei. Dabei galt Orange lange als schwarzes Schaf innerhalb der Farbpalette. Im Kunstunterricht lernte ich einst der Ton sei die Farbe des billigen Plastiks und …

William Fan SS18_BFW_header

Fashion Week Berlin | Eine Reise in die Jugend mit William Fan

Bilder: Sebastian Reuter/Getty Images for DER BERLINER MODESALON Ein Kurztrip in die eigene Jugend kann schöner sein als gedacht. Zumindest, wenn er mit so viel Schwung und Liebe daherkommt, wie die Kollektion von William Fan. „80er, 90er und das Beste von heute“, lautet der jahrelange Claim eines Frankfurter Radiosenders und, wenn ich nicht falsch liege, nutzen sie ihn sogar noch immer. Einem ähnlichen Anspruch scheint derzeit auch die Mode zu folgen. It’s all about the 80s. Dank Marc Jacobs erleben wir derzeit noch einmal die Anfänge von MTV, durch Saint Laurent, Céline und Balenciaga tragen wir unlängst wieder Glitzerminis und breite Schultern, dank ASOS können wir den 80s Look von Kopf bis Fuß zu kleinem Budget shoppen und auf Netflix fiebern wir mit den Wrestlinggirls von Glow mit. Trotzdem steht schon das nächste Jahrzehnt in den Startlöchern. Chronologisch korrekt folgen auf die 90er. Das wurde nicht zuletzt auch bei der Fashion Week in Berlin deutlich, wo uns vor allem ein Designer auf die kleine Zeitreise in meine Jugend entführte. William Fan, der längst für seine brillanten …

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Debate | G20 – Die Hölle war abszusehen

Editor’s Note: Der Beitrag zum G20 Gipfel mag zunächst ein ungewohntes Thema hier auf dieser Seite sein. Doch beschäftigen sowohl Lola, als auch ich uns nicht nur mit den schönen Dingen des Lebens. Das Interesse an Politik und Gesellschaft gehört spätestens seit dem Studium als fester Teil zu mir. Ich habe selbst schon auf Demonstrationen gestanden und laut meine Meinung skandiert, ich engagiere mich seit Jahren feministisch und bin mit meiner manchmal radikalen Einstellung zu verschiedenen Punkten auch schon mehr als einmal angeeckt. Das alles ist wichtig, das alles ist gut. Dialog – egal ob sachlich leise oder laut streitend – bildet erst die Basis, auf der Neues Entstehen kann. Was in Hamburg gerade passiert, geht uns alle etwas an. Die Ereignisse markieren einen gesellschaftlichen Wandel, der schon lange unterschwellig brodelt und den wir endlich nicht mehr länger ignorieren dürfen. In vielerlei Hinsicht. Aus diesem Grund launchen wir hiermit offiziell die Rubrik Debate, in der wir solchen Themen ab sofort in regelmäßigen Abständen angehen und diskutieren wollen. ——————————————————————- Ich sitze im Zug von Berlin zurück nach Frankfurt, scrolle durchs Netz …

Killed my mother

Think Aloud | Die Ehe für alle. Liebe all Over

Bild: I Killed my Mother (Regie: Xavier Dolan) Sie ist beschlossen, die “Ehe für alle”! Heute Vormittag beschloss der Bundestag in einer ersten Abstimmung mit eindeutiger Mehrheit von 393 Stimmen das Ja für die gleichgeschlechtliche Ehe. Ein wichtiger, historischer Schritt, der gleichzeitig deutlich macht, wie viel trotzdem noch immer im Argen wird. Führt man sich einmal vor Augen, dass noch bis vor knapp 50 Jahre Homosexualität als Krankheit galt, die mit Elektroschocktherapie zu heilen versucht oder sogar direkt gesetzlich geahndet wurde. Ein Prinzip, das in vielen Teilen der Welt leider noch heute Gang und Gebe ist. Man muss sich das einmal vor Augen führen: Menschen werden verfolgt und diskriminiert, weil sie jemanden lieben. Um nichts anderes geht es hier. Wen interessiert schon das jeweilige Geschlecht dahinter. Heterosexualität ist ohnehin nichts anderes, als ein tradierter Mechanismus, eingeschrieben ins kulturelle Gedächtnis, dessen hegemoniale Position daraus resultiert, dass viele sie für gegeben ansehen, ohne ihre Richtigkeit zu hinterfragen. Anders ausgedrückt: 2017 ist Modell Vater, Mutter, Kind in vieler Hinsicht überholt. Es gibt Patchworkfamilien, Paare, die in sogenannter wilder Ehe …

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Dress me Monday | Sale Sale Sale

pinkfarbener zweireihiger Blazer von ZARA | Rüschenrock mit Vichy-Karo von Mango | Plateau-Lederpantoletten von ZARA | Jumpsuit Evy von Edited the Label | Hemdkleid von Joseph via Stylebop | Hemd mit Streifen und Kreisen von Stella McCartney via mytheresa | Sandalen Virgie von Acne Studios via mytheresa | Jeans mit Flammenstickerei von sandro PARIS Seit einigen Jahren versuche ich den Sale insgesamt eher zu meiden. Überfüllte Geschäfte, die dank gieriger Schnäppchenjäger binnen kürzester Zeit wie billige Ramschbuden aussehen, lange Warteschlangen vor Kabine und Kasse, gestresste Verkäufer und Teile über Teile, sodass man vor lauter Wald die Bäume gar nicht mehr sieht. Kurzum: Einkaufen im Sale ist Stress pur. Ein Stress, den sich der gemeine Kunde Saison um Saison freiwillig antut. Offensichtlich gerne, wie die Probe aufs Exempel immer wieder zeigt. Schaut man sich nur einmal die jährlichen Beiträge über den Shopping-Startschuss am sogenannten Black Friday in den USA an, wundert es kaum noch, dass so mancher den Begriff Sale längst als böses Unwort wahrnimmt. Das Modekarussell dreht sich mittlerweile schließlich auch so rasant, dass online wie offline praktisch permanent bunte Rabattschilder an den Kleiderstangen …

Dress me Monday_paloma Wool

Dress me Monday | Paloma Wool

Hemd – Paloma Wool | Jeansrock – & other Stories | Adiletten – adidas via Zalando (schwarze Variante via ASOS) | Tasche – WEEKEND MaxMara via Zalando | Lippenstift – M.A.C. Es gibt insgesamt nur wenige Punkte, in denen die herzallerliebste Lola und ich uns uneinig sind. Einer davon betrifft definitiv unsere Kleiderschränke. Denn während es in meinem nur so von Farbe, Rüschen und reichlich Mädchenkram wimmelt, setzt die andere Hälfte von habits lieber auf dezente Töne, gerade Linien und schlichtes Understatement. Man könnte auch sagen Retro-Barbie trifft Tomboy-Style; naja oder so ähnlich. Von Zeit zu Zeit passiert es dann aber doch, dass wir uns beide in das gleiche Teil verlieben. Handelte es sich dabei in letzter Zeit vornehmlich um große Klunker an den Ohren, begeistert uns beide nun endlich wieder einmal gleichermaßen ein Textil. Kürzlich erst präsentierte Lola bei Instagram einen Schnappschuss, auf dem sie ein Hemd von Paloma Wool trug. Für sie sind die Dinger mit dem Kragen eine typische Sache, für mich eher weniger, obwohl auch davon reichlich im Schrank hängt. Meistens fühle ich mich am Ende des …