Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fashion Week

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Zurück zu den Wurzeln? Die Modewelt im Wandel

Bilder: Screenshots DIOR Livestream So sehr ich es sonst verteufle mein Dasein krank im Bett zu fristen – verdonnert zum Nichtstun, das Hirn irgendwo eingepfercht zwischen Triefnase, Kopfweh und Ohrenrauschen – so sehr kann ausgerechnet diese zwangsverordnete Ruhe dazu führen, dass man sich endlich wieder einmal ausgiebig mit Dingen beschäftigt, die man liebt, zu denen in letzter Zeit aber einfach viel zu wenig Zeit blieb. So fand ich mich an einem eisigen Dienstagnachmittag, eingerollt in die warme Decke ein Glas Tee neben mir plötzlich vorm Livestream der Dior AW18/19 Show wieder und stellte mir unweigerlich die Frage: Wieso, liebe Mode, habe ich dich in letzter Zeit eigentlich so sehr vernachlässigt. Aber von vorne: Das Leben ist nicht immer nur Sahneeis schlecken. Dessen wird man sich mit zunehmenden Heranreifen leider nur allzu deutlich bewusst. Wo früher lange Sommertage und durchtanzte Nächte waren, da schlägt man sich selbige auf einmal für den Job um die Ohren, um anschließend wahlweise abgeschlafft auf der Couch oder im sogenannten Freizeitstress zu landen, der einem trotzdem stetig das Gefühl vermittelt, die Liebsten kämen …

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Fashion Week Berlin | William Fan AW17 – Afternoon Stories

Wenn ein Designer es immer wieder schafft, uns für einen kurzen Augenblick raus aus dem Modetrubel hinein in andere Welten zu entführen, dann ist das eindeutig William Fan. Zu Recht gilt der Berliner Jungdesigner als eines der spannendsten Nachwuchstalente der Hauptstadt. Seine Shows sind begehrt, die Atmosphäre bleibt trotzdem klein und familiär. Das Who is Who der Szene versammelt sich hier nur zu gerne. Selbst Christiane Arp, ihres Zeichens Chefredakteurin der deutschen Vogue, schaut persönlich vorbei und gibt schon vorab begeisterte Interviews. Pseudo-Prominenz und Medien-Magnete sucht man dagegen vergeblich. Zum Glück. Denn wo andere mit großen Effekten und viel Chi Chi versuchen zu protzen, da begeistert William Fan allein durch seine geradlinig zeitlose und dabei doch raffinierte Mode. Auch für die kommende AW17-Kollektion bleibt er seinem Motto treu. Nach der „Disko“ und „Dem Morgen nach der Party“, nimmt uns William, der Geschichtenerzähler, dieses mal mit auf eine Reise nach China. Wir finden uns in engen, lebendigen Straßenschluchten wider, durch die die Models zunächst halb verdeckt durch rote Lackvorhänge praktisch hindurch schweben. Zu diesem Zeitpunkt ahnen wir noch nicht, dass auch wir …

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Fashion Week Berlin | Malaikaraiss AW17 – No. 13

Nicht nur für uns gehört Malaikaraiss längst zu den Urgesteinen der Berliner Modeszene. Die gleichnamige Designerin steht für feminine Looks mit einem gewissen Twist, oder besser gesagt; Weiblichkeit mit ordentlich Power dahinter. Ein Thema, das gesellschaftlich nicht aktueller sein könnte und unter dem natürlich auch die Kollektion für den kommenden Herbst/Winter wieder steht. Mit No.13 präsentierte Malaika im wunderbaren Baustellenambiente des Berliner Stadtschlosses Looks, die irgendwo zwischen viktorianischem Zeitalter und 80er Jahre Retro schweben. Gerüschte Stehkragen und fließende Faltenröcke flirten da mit übergroßen Wollstrickjacken, gestärkten Anzughosen in Knallpink und übergroßen Hemden in Hellblau. Dazu gesellen sich taillierte Lederjacken wie sie einst wohl nur knallharte Tatort-Kommisare getragen hätten und zuckersüße Muffs wie Stolas aus (hoffentlich Kunst-)Fell. Das erinnert mal an zarte Mädchenträume á la Jane Austen, mal an toughe Businessfrauen – und genau darin liegt auch die Intention. Weiblichkeit steht für Malaika Raiss in keinem Widerspruch zu einem selbstbewussten Auftreten. Das verriet mir die Designerin im Interview für ein anderes Projekt, das wir natürlich mit euch teilen, sobald es spruchreif ist. Malaikas Ansicht nach schrecken Frauen auch …

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It´s Berlin Fashion Week again

Pünktlich zum Januar startet der halbjährliche Schauenmarathon in die nächste Runde. Nachdem sich in Mailand und London bereits alles um die Herren der Schöpfung drehte, sind in dieser Woche alle Augenpaare (jeglichen Geschlechts) auf Berlin gerichtet. Zumindest raten wir dringend dazu. Denn entgegen aller Schmähstimmen hat sich bei der hiesigen Fashion Week mittlerweile einiges getan. Nicht nur, dass die Shows von Labels und Designern wie Malaikaraiss, Odeeh, Marina Hoermanseder, Hien Le, Vladimir Karaleev oder William Fan inzwischen zum festen Bestandteil des Timetable gehören. Die Modewoche scheint insgesamt auch erwachsener geworden zu sein. Da herrscht mehr Ruhe im Kalender. Man fokussiert sich, statt wie ein aufgescheuchtes Huhn von rechts nach links und wieder zurückzurennen. Anders ausgedrückt, es geht inzwischen weniger schrill dafür aber stilistisch wie inhaltlich bedachter zu. Zumindest stehen die Weichen entsprechend. Wie das schlussendlich umgesetzt werden wird, wir sind gespannt. Eines ist aber in jedem Fall schon einmal sicher: Optisch wird sich 2017 schon allein in Sachen Location einiges tun. Nachdem der Berliner Modesalon nun schon seit einer Weile ins altehrwürdige Ambiente des Kronprinzenpalais lädt, …

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Chanel SS17 | Back to the Future, oder: Neo-80s meet Bits and Bites

Bild: Chanel.com Vor Kurzem kamen mein Freund und ich eher zufällig auf das Thema Chanel. Während meine Wenigkeit, wie es sich für einen Modefan nun einmal irgendwie gehört, lauthals vom zeitlos klassischen Design schwärmte, fragte mich mein Liebster völlig unvermittelt: „Aber mal ganz ehrlich. Abgesehen vom Hype ist Chanel doch eigentlich eine ziemlich konservative Marke.“ Öhm. Ja. Stimmt irgendwie. Mehr konnte ich in diesem Moment nicht antworten. Denn versuchen wir einmal objektiv zu sein, so ganz daneben liegt er mit dieser Einschätzung nicht. Zwar muss man die einstige Label-Gründerin Coco Chanel für ihren Freigeist, ihre Durchsetzungskraft und ihren Emanzipationsdrang zu einer Zeit, in der Frauen noch als persönliches Eigentum betrachtet wurden, in jedem Fall loben. Auch sollte die Tatsache honoriert werden, dass das Traditionshaus die Krise der Haute Couture einst überlebte und bis heute zu den relevanten Namen der Branche zählt. Doch locken adrette Kostümchen aus Tweed, der Signature-Look der Luxusbrand, mittlerweile wohl niemanden mehr so richtig hinter dem Ofen hervor. Außer vielleicht elitäre Upperclass-Damen, für die sich die Kombination aus Rock und Jacke längst zur Uniform gemausert …

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„You are so Fashion“. Modeklischees bei Julie Houts & Stylebop

Beim allmorgendlicher Klick durch die Bookmarks stolperte ich gestern auf Journelles über einen Beitrag, der mir nicht nur auf Anhieb den Tag erhellte, sondern mindestens auch genauso spontan die Lachfältchen in die Augenwinkel trieb. Grund genug den herrlich selbstironischen und entlarvenden Illustrationen von J.Crew Designerin Julie Houts auch hier ein Plätzchen zu bieten. Denn mal ehrlich: Inzwischen wissen wir wohl alle, das Modevölkchen kann manchmal ein ganz schön verquerer Haufen sein. Da wird präsentiert, kombiniert und manchmal sogar etwas übers Ziel hinausgeschossen. Jeder ist wichtig. Wichtiger als der Andere. Vor allem jetzt anlässlich der startenden Fashion Week-Saison zeigt sich das nur wieder zu deutlich. Ja, wir Modewesen sehen uns gerne einmal als Nabel der Welt und behaupten dabei auch noch lautstark die Revolte für eine neue, bessere Welt anzuzetteln. Oder zumindest so ähnlich. Dass wir bei dem ganzen Chi Chi manchmal aber das größte Klischee sind, zeigt Miss Houts nun humoresk in Zusammenarbeit mit Stylebop. Für das Luxusportal hat die charmante New Yorkerin nämlich kurzerhand den Stift geschwungen – neben dem Design ihre zweite große Leidenschaft – und eine ganze Handvoll obligatorischer …

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Fashion Week Close Up | Marina Hoermanseder SS17

Marina Hoermanseder ist eines jener Nachwuchstalente Berlins, die es geschafft haben innerhalb weniger Saisons die Modemeute durch die Bank weg zu überzeugen und sich auch über die Grenzen der Hauptstadt hinaus einen Namen zu machen. Nachdem bereits Monster-Mama Lady Gaga bekennender Fan der gebürtigen Österreicherin ist, wurden ihre Design zuletzt im Hollywood-Streifen „The Neon Demon“ in Szene gesetzt. Wen wundert es da noch, dass der Ansturm auf Hoermanseders Show inzwischen unüberschaubar groß ist. Das freut uns zwar für die junge, charmante Dame, führt aber auch leider dazu, dass wir an dieser Stelle ein kleines Tränchen verdrücken müssen. Denn während uns in den letzten drei Saisons stets ein Platz am Rande des Runways sicher war, gingen wir dieses Mal leer aus – und mussten das Defilee im Nachhinein schnöde am Bildschirm Revue passieren lassen. Ein Fakt, der uns in Anbetracht der Tatsache, dass stattdessen Sänger der Band Culcha Candela in der ersten Reihe der herrlichen Gartenkulisse des Kronprinzenpalais Platz nahmen, dann sogar fast noch ein klein wenig mürrisch werden lässt. Schließlich haben die Herren dieser Formation …