Alle Artikel mit dem Schlagwort: Der Berliner Modesalon

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Fashion Week Close Up | Marina Hoermanseder SS17

Marina Hoermanseder ist eines jener Nachwuchstalente Berlins, die es geschafft haben innerhalb weniger Saisons die Modemeute durch die Bank weg zu überzeugen und sich auch über die Grenzen der Hauptstadt hinaus einen Namen zu machen. Nachdem bereits Monster-Mama Lady Gaga bekennender Fan der gebürtigen Österreicherin ist, wurden ihre Design zuletzt im Hollywood-Streifen „The Neon Demon“ in Szene gesetzt. Wen wundert es da noch, dass der Ansturm auf Hoermanseders Show inzwischen unüberschaubar groß ist. Das freut uns zwar für die junge, charmante Dame, führt aber auch leider dazu, dass wir an dieser Stelle ein kleines Tränchen verdrücken müssen. Denn während uns in den letzten drei Saisons stets ein Platz am Rande des Runways sicher war, gingen wir dieses Mal leer aus – und mussten das Defilee im Nachhinein schnöde am Bildschirm Revue passieren lassen. Ein Fakt, der uns in Anbetracht der Tatsache, dass stattdessen Sänger der Band Culcha Candela in der ersten Reihe der herrlichen Gartenkulisse des Kronprinzenpalais Platz nahmen, dann sogar fast noch ein klein wenig mürrisch werden lässt. Schließlich haben die Herren dieser Formation …

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Fashion Week Close up | Vladimir Karaleev SS17

Die Show von Vladimir Karaleev ist jede Fashion Week aufs Neue ein Termin im Kalender, auf den ich mich ganz besonders freue. Das mag zum einen daran liegen, dass ich mit diesem Namen – wie übrigens auch mit Designkollege Hien Le – Erinnerungen an meine allererste Modewoche überhaupt verbinde. Zum anderen bin ich auch genau seit dieser ersten Stunde ein absoluter Fan von Karaleevs Design und diese Leidenschaft wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Vladimir Karaleev das ist meinem Empfinden nach oft mehr Kunst als Mode im klassischen Sinne – das zeichnet sich schon allein in der Präsentation ab. Statt Models über den Runway zu jagen, wählt der gebürtige Bulgare die Installation. Über den Zeitraum einer Stunde erhebt er im altehrwürdigen Ambiente des Berliner Modesalon im Kronprinzenpalais auch dieses Mal wieder seine Kollektionen mitsamt den Models aufs Podest und gewährt uns so den Blick aus nächster Nähe. Statt des schnellen Rauschs geht es hier um die intensive Erfahrung, um die Details und darum, die Textur des Materials praktisch zu spüren. All das ist für Karaleevs Design …

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Fashion Week Close up | Malaikaraiss

„Beaches“ nennt Malaikaraiss ihre Frühjahr-/Sommerkollektion für 2017 und entführt uns damit in die malerischen Verstecke der Musik-Bohéme auf Mustique, Aruba und St. Barts. Oder anders gesprochen: Zarte Weiblichkeit trifft auf rebellische Rocksteady-Attitüde, pure, helle Nuancen auf kräftige Kontrastfarben. Wir sind Knall auf Fall verliebt! Ich möchte an dieser Stelle sogar behaupten, dass Malaika Raiss mit dieser Kollektion eine ihrer bisher besten abgeliefert hat. Fast schon ungewohnt verspielt bis opulent kommen die Looks dieses Mal daher: Volants, Godets, Lochmuster, Patches und bunte Nähte sorgen für reichlich Pep, wobei helle Töne weiterhin tonangebend bleiben. Sie kontrastieren geschickt mit kräftigem Schwarz, dezentem Oliv und knalligem Rot. In Kombination mit abstrahierten Muschel-Formen, porösen Strukturen und transluzenten Blütenmuster entsteht dabei gleichzeitig der Eindruck von mehrdimensionaler Komplexität. Der Materialmix aus fließenden, leichten Stoffen wie Seiden-Plissee und Viskose-Crep mit festem Leinen-Bouclé sowie feinem Modal-Strick machen den Zauber schließlich perfekt machen. Neben bodenlangen Kleidern lässt Malaika für das kommende Frühjahr auch locker geschnittene Bundfaltenhosen wieder aufleben. Dazu gesellen sich Shirts, Shorts und Blusen. Außerdem schwingt dank Netzstoff und Spaghettiträger auch ein Hauch der 2000er Jahre mit. Wir könnten an …

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Fashion Week Close Up | Hien Le SS17

Fashion Week is on und natürlich gibt es auch in dieser Saison so einiges zu sehen. Während wir euch im Anschluss an die Modewoche wieder mit unserer Rubrik „Was wir von den Designern gelernt haben“ versorgen werden, wollen wir dieses Mal ein paar besondere Lieblingskollektionen auch im Einzelnen etwas näher unter die Lupe nehmen. Den Anfang macht Hien Le, der bei uns an Tag eins der Berliner Modewoche für reichlich Urlaubsfeeling gesorgt hat. Im wunderbaren Ambiente des Berliner Modesalons präsentierte Hien eine herrlich leichte Kollektion, in der Streifenlooks und zartes Weiß ebenso tonangebend sind, wie leuchtendes Azurblau. Gewohnt minimalistisch inszeniert der Berliner Designer auch dieses Mal wieder seine Looks, indem er fließende Stoffe, helle Töne und Geradlinigkeit par excellence kombiniert. Der besondere Twist liegt dieses Mal im Spiel mit dem Skulpturalen. Ausgangspunkt des Designs ist nämlich der bildhauerische Schaffensprozess, den Hien Le in seiner Kollektion durch Überlagerungen, Aussparungen und changierender Transparenz auf das Textile überträgt. Gleichzeitig sorgt die Kombination von leichten Baumwoll- und Seidenmischungen mit Tech-Stoffen aus Japan wieder für eine gewohnt elegant-sportliche Optik. Genauso, wie wir das Design des Berliners kennen und lieben!