Alle Artikel mit dem Schlagwort: Cigarettes After Sex

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Mixtape | “Tonight We’ll Let It Go And Let It Burn Into The Morning Light”

Statt 30 Grad steht die Heizung auf drei, statt Sonnenschein und Wonnestimmung draußen tristes Regengrau. Das aktuelle Herbstwetter schlägt mir auf’s derzeit ohnehin angeschlagene Gemüt. Müdigkeit. Lethargie. Im Kopf herrscht absolute Flaute, die Gefühle auf Sparflamme, wenn sie nicht inzwischen sowieso schon wie Hände und Füße abgefroren sind. Klingt dramatisch? Empfinde aber wohl längst nicht nur ich so. Wo man hinschaut, blicken einem abgespannte und zunehmend genervte Gesichter entgegen. Auch sie haben Wintermantel, Schal und Mütze satt. Auch sie wollen Sandalen, nackte Beine und Feierabendbier im Sonnenuntergang – eben das Klischee in voller Bandbreite. Es bleibt die Flucht in andere Realitäten. Bücher, Filme, Serien und seit kurzem auch wieder Musik. Die konnte ich in den letzten eineinhalb Monaten so gut wie nicht ertragen. Aus Gründen. Zu viel Emotion wurde da mit einem Schlag aufgewühlt – und wird es teilweise noch. Allmählich nähern wir uns aber wieder an, die Songs und ich. Neue kommen dazu, alte werden wieder entdeckt. Aktuell sind die meisten von ihnen eher laut, wütend und trotzig. Manchmal auch melancholisch. Aber das versuche ich …

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Mixtape | Ich wünschte, ich würde mich für Tennis interessieren

Es ist doch so: Manchmal denkt man, und manchmal denkt man mehr. Manchmal ist da nur Harmonie, Gelassenheit, vielleicht auch nur bloße Hinnahme, Stillschweigen über das Dasein, während man sich routinemäßig von Tag zu Tag hangelt; zeitweilig als Balanceakt, aber ohne darüber viele Worte oder Gedanken zu verlieren. Das mag wie Apathie klingen, aber manchmal hilft uns das dabei, ohne größere Verwirrungen und Blessuren durch den Alltag zu kommen. Bisweilen kommt es aber vor, dass eine kleinere oder größere Erschütterung anklopft, ein Satz, eine Beobachtung, ein Gedankenspiel, ein Buch, ein Gespräch, Emotion. In den vergangenen Wochen war es irgendwie eine Mischung aus allem, das sich nicht nur über meinen Alltag legte, sondern nach einem Seitenblick, recht, links, vorn, hinten – überall irritiertes Stutzen, Empörung, Wut, große Gesten. Es geht um die Geschichten, Zwischenfälle, Begegnungen in einer Gegenwart, die niemals freier, niemals unverbindlicher, niemals schneller, entblößter und selbstverliebter war als heute. Eine Zeit, die uns die größtmögliche Freiheit verspricht. Eine Freiheit, die wir nicht abschlagen können, die so allgegenwärtig und groß ist, dass uns die Antwort …