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So war´s beim ekn footwear-Store Opening + Launch des neuen Bamboo-Runners

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Frankfurt hat ein neues Schuh-Paradies. ekn footwear bringt mit dem Store im Ostend aber nicht nur ziemlich stylishe Treter in seine Heimatstadt, sondern hat dem Anlass entsprechend auch gleich noch ein ganz besonderes Highlight in petto: Den Launch des brandneuen Bamboo-Runners in Zusammenarbeit mit Joy Denalane.

Schon früh drängen sich die Sneaker-Fans am Freitag zwischen den weißen Sperrholzplatten im brandneuen ekn-Stores im Frankfurter Ostend. Vor dem Laden gibt es Drinks, im Innenhof Snack von der angesagten IMA Clique. Der Grund zum Feiern ein doppelter: Nicht nur, dass ekn footwear an diesem Abend seinen ersten Laden überhaupt eröffnet, das 2013 gegründete Label nutzt auch noch gleich die Gelegenheit, um das neueste Modell seines Signature-Schuhs, dem Bamboo-Runner, zu präsentieren, der zum ersten Mal in einer Women´s Edition auf den Markt kommt. Passend dazu hat sich ekn-Gründer Noel Klein-Reesink für die kreative Arbeit Joy Denalane ins Boot geholt, die er selbst über Max Herre kennenlernte. Der unterstützt ekn schon seit ein paar Jahren am Designbrett. Klar, dass es sich beide deshalb auch nicht nehmen lassen, beim Opening mit einem Live-Konzert in bester Freundeskreis-Tabula-Rasa-Manier für ordentlich Stimmung zu sorgen.

Aber was erwartet uns denn jetzt eigentlich in Sachen Footwear? Geradlinig bis schlicht kommt der Sneaker auf den ersten Blick daher und kann dabei auf Anhieb mit dem Herren-Modell mithalten. Die Raffinesse liegt auch dieses Mal wieder in den Details. Bei den Materialien handelt es sich um recyceltes Neopren und vegetabil gegerbtes Leder. Passend dazu trägt eine Schlaufe an der Ferse das Motto von ekn „Walk clean in a dirty world“. Die leichte EVA-Sohle, ebenfalls aus recycelten Materialien, sorgt für Laufkomfort. Farblich dominieren Nude und helles Grau. Außerdem bringt der Bamboo-Runner zwei Paar Schnürsenkeln in verschiedenen Längen mit. So kann der Schuh wahlweise auch am Knöchel gebunden werden.

Es lohnt sich aber nicht nur wegen des Styles, ekn footwear ab sofort genauer im Hinterkopf zu behalten. Getreu des oben genannten Mottos dreht sich beim 2013 gegründeten Label alles um das Thema Nachhaltigkeit. „Handmade in europe from organic materials“ gilt für alle Schuhe und Accessoires, die auf den Markt kommen. Gefertigt wird in Portugal – von Hand. Verpackt und verschickt wird ebenfalls möglichst CO2-neutral. Wie gut das mit der Optik zusammengeht, zeigt der neue Bamboo-Runner einmal mehr. Wie auch Max und Joy im Interview schwärmen:

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ekn footwear zu unterstützen? Wie und warum kam es zur Kollaboration?

Max: Noel [Klein-Reesink] hat bei uns angerufen und gefragt, ob ich Lust habe, für sein nachhaltiges Schuhlabel einen Signature-Schuh herauszubringen. Das war Anfang 2012. Ich fand das toll, habe mir angeschaut, wer Noel ist, wie ekn arbeitet und produziert und wofür die Marke steht. Wir haben dann schnell gemerkt, dass wir nicht nur gleiche Ideen haben, sondern dass es auch menschlich funktioniert. Mit seinem damaligen Designer haben wir gemeinsam den ersten Signature-Schuh „Max Herre“ kreiert, einen Desert Boot. Und weil wir gemerkt haben, wie gut das alles passt, haben wir weiter zusammengearbeitet, Ideen ausgesponnen und Dinge zusammen „ausbaldowert“.
Joy: Ich habe von ekn footwear das erste Mal über Max gehört. Als sie mich gefragt haben, ob ich nicht auch Lust hätte, mit ihnen eine Kollaboration zu machen, habe ich natürlich zugesagt, weil ich finde, dass ekn footwear eine ganz tolle Firma ist.

Joy, wie sah die Zusammenarbeit konkret aus?

Joy: Das Modell Bamboo Runner kannte ich aus anderen Kollektionen schon. Das ist eine Art veränderbares Basis-Modell. Noel hat mir die verschiedenen Möglichkeiten vorgestellt – also Materialien, Farben, Leder. Ich hatte die Idee, einen ganz einfachen, hautfarbenen Bamboo Runner zu gestalten – das habe ich dann gemacht. Daraufhin ging es los und der Schuh wurde gebaut. Und jetzt ist er da, er ist auf der Welt.

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Warum ist Nachhaltigkeit so wichtig?

Max: Nachhaltigkeit ist cool, weil die Welt voll genug ist mit schlecht gearbeiteten Produkten, die diese Welt aber nicht besser und nicht schöner machen. ekn produziert natürlich auch neue Dinge, aber eben nachhaltig – zum einen in der Art und Weise, wie und von wem sie produziert werden, nämlich ökologisch und fair. Zum anderen auch, weil die Produkte richtig lange halten, keine Wegwerfartikel sind, sondern qualitativ hochwertig. Man kann diese Schuhe wunderbar barfuß tragen, weil keinerlei chemische Substanzen enthalten sind. Und man fügt der Welt so nicht noch mehr Schaden zu.
Joy: Wir haben mittlerweile so viele Informationen über Produktionsabläufe, wer davon negativ berührt wird und wer positiv profitiert. Und dieses Wissen darüber zwingt uns sozusagen zu Nachhaltigkeit. Insofern ist Nachhaltigkeit für mich keine Frage von Coolness, sondern eine der Notwendigkeit – das ist mehr als cool.

Und wie beeinflussen sich Mode und Musik eurer Meinung nach gegenseitig?

Joy: Mode und Musik stehen in einem koexistentiellen Verhältnis zueinander. Musiker und Designer schauen immer, was der jeweils andere gerade so treibt und das was von Wert ist, fließt dann in seinen Stil ein. Man könnte das dann schlichtweg Inspiration nennen.
Max: Ich glaube, dass das im Prinzip alles eins ist. Letztlich geht es immer los mit einer Idee, mit einer Botschaft und einem Style, den man senden will. Und dann gibt es verschiedene Formate, in denen man das transportiert – seien es Texte, sei es eine Melodie oder Musik, sei es ein Foto oder ein Bild, das man malt. Ich glaube, dass sich die Kreativität, diese Grundidee, die man als Künstler hat, in jedes Medium transportieren lässt. Insofern sind für mich Musik und Mode Ausdruck dieser Grundidee und lediglich unterschiedliche Wege, sich zu formulieren, sich der Welt mitzuteilen und mit der Welt etwas zu teilen.
Der Bamboo-Runner ist ab sofort zum Preis von 179,90 EUR online und natürlich im Store im Ostend (Danziger Platz 2-4) erhältlich.

Bilder: ekn footwear

Kategorie: Events, People

von

Laura Sodano

FOUNDER & EDITOR IN CHIEF // Lebe lieber ungewöhnlich // Mode. (Pop-)Kultur. Feminismus. Für die einen Schizophrenie par exellence, für diese Dame aber ganz normaler Alltag. Frei nach dem Motto, Gegensätze ziehen sich an, verzücken Laufstegbilder und Editorial Shoots Laura ebenso wie die 100. Neuauflage eines Susan Sontag Essays. Bücher und Mode sind ihre Schwäche, Film, Kunst und Kultur das Terrain auf dem sie heimisch ist. Die gebürtige Frankfurterin redet oft schneller, als andere denken. Sprache ist ihr Medium. Das nuancierte Spiel mit Wörtern ihre Waffe. Selten steht das Gedankenkarussell mal still. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist das Notizbuch ihr ständiger Begleiter.

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