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Reading List X Fashion Insights | Ein buntes Allerlei an News

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Hand aufs Herz, der Sommer ist zurück und wir ahnen wohl alle, dass er uns nicht mehr all zu lange das Vergnügen bereiten wird. Anders ausgedrückt: So wirklich niemand hat im Moment wirklich Lust vorm Rechner zu sitzen. Da sind auch wir keine Ausnahme, so exzessiv passioniert wir das Ganze sonst auch betreiben. Deshalb gibt es zum heutigen Donnerstag auch kurzerhand wieder die Leseliste für euch. Mit der lässt sich nämlich auch im Park manch nettes Stündchen verbringen. Die Themen reichen wie immer von Mode-News über Gesellschaftsbetrachtung. Neben der Frage, warum das Musikbusiness eigentlich noch immer so sehr von Männern dominiert wird, widmen wir diese Ausgabe auch dem weiblichen Blick in der Kunst. Stilistisch läuten wir mit einem kleinen Trend Special zum Thema Samt schon einmal den Herbst ein. Außerdem gibt es Neuigkeiten von der kreativen Liaison zwischen H&M und KENZO. Vorhang auf, für die geballte Ladung News!

#1 “Curated by Girls”. Das Interview mit Laetitia Duveau auf i-D Online

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Die Rolle der Kunst in der Frau ist noch immer eine, deren Potenzial nicht vollkommen ausgeschöpft ist. Viel zu oft scheinen auch hier die Mechanismen knallharter Geschlechtertrennung zu greifen, die das Weibliche lieber zum Objekt stilisieren, statt es als kreativ schöpfenden Geist zu betrachten. Die aktuelle Printausgabe von i-D beschäftigt sich unter der Headline “The Female Gaze Issue” unter anderem mit diesem Thema. Im Gespräch gewährt die französische Künstlerin Laetitia Duveau Einblicke in ihre Arbeit für das Projekt “Curated by Girls” und macht dabei deutlich, wie irrig die Idee des Geschlechts doch eigentlich scheint. Das gesamte Interview gibt´s hier.

#2 Why aren’t there more women in recording studios? // Laura Marlings Podcast mit HAIM

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Weibliches Rollenverständnis, die Zweite! Dieses Mal widmen wir uns dem Bereich Musik. Genauer gesagt tut das Dazed Digital und stellt uns den Podacast von Laura Marling näher vor. In ihrem neuen Projekt widmet sich die britische Singer-Songwirterin der Frage, warum in der Musikindustrie noch immer ein solcher Mangel an weiblich Kreativschaffenden herrscht. Für die erste Episode bittet sie die Damen von HAIM zum gemeinsamen Stelldichein. Den gesamten Talk mit einigen wirklich spannenden Ansätzen, gibt auf Dazed Digital.

#3 Velvet Underground | Trendwatch Samt

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Nummer drei der heutigen Liste ist sozusagen ein Beitrag in eigener Sache. Mancher wird es vielleicht schon auf Facebook mitbekommen haben. Für L´Officiel Online habe ich mich einmal genauer mit dem Trendmaterial des Herbst/Winters 2016 befasst. Samt, soweit das Auge reicht, gepaart mit einer stolzgeschwellten Brust. Denn beim ersten Artikel für eines der absoluten Lieblingsmagazine darf selbst so ein 24/7-Schreiberlein wie ich einmal weiche Knie bekommen. Den gesamten Text gibt´s hier.

#4 H&M X KENZO. Die neuen Looks

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Nachdem die Mehrheit der Modefans den ersten Looks aus der geplanten H&M Designer-Kooperation mit KENZO eher gespalten gegenüberstand, ist die Begeisterung angesichts Look Nummer zwei doch um einiges höher. Richtig gelesen, es gibt News aus der schwedischen Designschmiede. Dieses Mal geht es um ein kleines aber feines Dress, das in seiner Buntheit und den verspielten Details ganz im Stile Kenzos daherkommt. Wenn die Kollektion noch weitere solcher Schätzchen zu bieten hat, sind wir alle definitiv beruhigt und wieder positiv gestimmt.

#5 Anleitung zur Alltagsflucht | Claire Biermann über ein Problem, das wir alle nur zu gut kennen

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Routine macht auf Dauer jeder Lebenslust den Gar aus und wo sie sich einstellt, da ist die Langeweile oft nicht weit. Doch was tun, wenn es aus dem Trott gerade kein Herauskommen gibt, wenn Job und Alltag uns so sehr an unser vermeintlich tristes Dasein fesseln, dass wir am liebsten nur noch laut schreien wollen? Diesem Thema hat sich die wunderbare Claire Beermann einmal genauer gewidmet und darüber sinniert, wie wir das mit der Alltagsflucht trotzdem hinbekommen können. Was folgt, ist ein herrlich erfrischender Essay, dessen Aufhänger außerdem auch noch eine der meiner Meinung nach fulminantesten Autorinnen unserer Zeit ist.  Wir erteilen das Wort an Claire Beermann und Joan Didion.

#6 Refinery29 deckt auf: 12 TV-Paare, deren Beziehung eigentlich ziemlich ätzend ist

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Zu Beginn des Artikel bitten uns die Refinery-Ladies inständig sie angesichts des folgenden Inhalts nicht zu hassen. Vielleicht nicht ganz unbegründet, schließlich machen sie sich kurz darauf an die Arbeit und zerlegen so manche Hollywood-Traumbeziehung in ihre ziemlich unschönen Einzelteile. Natürlich nicht ohne Humor und eine gehörige Portion Ironie. Wie können wir da noch sauer. Und sind wir mal ehrlich, dass bei Carrie und Mr. Big ebenso etwas im Argen liegt, wie bei Buffy und Angel oder Belle und dem Biest, das hat uns doch auch schon immer unter den Nägeln gebrannt. Hier geht´s zur Paartherapie der etwas anderen Art.

#7 Mint & Berry Campaign AW16

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Allmählich mausert sich Mint&Berry zur absoluten Habenwollen-Brand. Seit dem Sommer hat sich der Zalando-Zögling zunehmend in unsere Köpfe gespielt. Spätestens in dieser Saison sind dann auch unsere Schränke fällig. Das aktuelle Lookbook besticht durch verträumt schöne Bilder und noch schmuckere Fashion Items. Neben reichlich Rüschen dürfen wir uns auf Schluppen, Midi-Röcke und das obligatorische Blumenmuster freuen. Man könnte auch sagen: Die adrette Bibliothekarin kam nie modischer daher und wir wollen ab sofort alle so aussehen wie sie.

#8 Scheitern hat keine Chance mehr. Über den neuen Typus des Künstlers bei ZEIT Online

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Früher war der Künstler einer, der sich meist außerhalb gesellschaftlicher Zwänge und Konventionen bewegte. Einer, der aufgrund seiner Distanz zu den Dingen erst in die Position kam, vermeintliche Missstände zu erkennen und zu benennen. Gleichzeitig zählte oft genau deshalb zum Lebensentwurf des Künstlers das Scheitern als sinnstiftendes Moment, wie bei anderen das obligatorische Brot am Abend. Sozusagen Leid als Katharsis oder Armut als Preis für ein Dasein frei von allen Zwängen. Das alles war einmal. Im Zuge neoliberaler Strukturen darf sich auch der kreativ Schaffende nicht mehr länger dem Hamsterrad gesellschaftlicher Strukturierung entziehen. Wo früher Unangepasstheit herrscht, gilt heute das Dazugehören als erstrebenswert. Für die einst so magisch glamouröse Aura der Künstlerfigur bedeutet das praktisch den Tod. Ein lesenswerter Beitrag von Annette Weisser auf ZEIT Online.

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