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Reading List | Von (modischen) Ausnahmetalenten und feministischen Debatten

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Die liebe Lola und mich quält heute gleichermaßen der Montagsblues. Irgendwie war das Wochenende viel zu kurz, das Schlafdefizit der letzten Woche ist auch noch nicht ganz ausgeglichen und irgendwie will es nach einem Hauch Frühling am Wochenende heute ja auch einfach nicht hell draußen werden.

Kurzum: Wir kommen nicht richtig aus den Puschen und würden uns am liebsten wieder im kuscheligen Bett verkriechen. Damit zwischen Wochenstart und Büroalltag aber nicht auch noch der letzte Rest Motivation verloren geht, starten wir heute mit einer neuen Rubrik, die wir euch ab sofort in unregelmäßigen Abständen präsentieren werden: Die “Reading List”. Worum es geht? Hier gibt es ab sofort eine persönlich kuratierte Auswahl an digitalen Perlen aus dem WWW. Die Bandbreite reicht dabei von Kolumnen und Interviews über Fashion-News und Kultur-Input bis hin zu schmucken Fotostrecken. Eben ein buntes Potpourri dessen, was wir selbst gerne in unserer Freizeit schmökern. Und hier kommt auch schon die aktuelle Leseliste:

FAZ Raf Simons

#1 „Ich will nicht von allen geliebt werden“ | Interview mit Raf Simons

Als Raf Simons Dior verließ, war der Aufschrei groß. Für den Designer selbst schien es die persönlich beste Entscheidung zu sein. Dennoch möchte er die Zeit beim französischen Modehaus nicht missen und fühlt sich mit dem ganzen Team noch immer sehr verbunden. Wie es Raf aktuell geht, was seine Pläne sind und warum er eine ganz besondere Liebe zum Interior-Design hegt, hat Florian Siebeck im Gespräch aus dem smarten Belgier herausgekitzelt. Das ganze Interview gibt´s auf FAZ.net oder im aktuellen FAZ Magazin.

 

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#2 Wie der Feminismus die Fashion-Industrie prägt

Judith Brachem ist eine der charmantesten und klügsten Frauen, die Lola und ich dieses Jahr bisher kennenlernen durften. Für bento hat sich die Hamburgerin einmal genauer mit dem Verhältnis von Mode und Feminismus auseinandergesetzt. Zu viel wollen wir an dieser Stelle noch nicht über den Inhalt verraten. Denn auch wir setzen uns diese Woche noch einmal ausführlicher mit dem Thema auseinander. In ihren Artikel solltet ihr aber unbedingt einmal reinblättern.

 

Kusama-Yayoi_Infinity-Mirror-Room_1965_1500x1468-980x959Installation view of Kusama in Infinity Mirror Room – Phalli’s Field, at her solo exhibition “Floor Show” at R. Castellane Gallery, New York, 1965 © Yayoi Kusama
Courtesy of Ota Fine Arts, Tokyo/Singapore, Victoria Miro Gallery, London, David Zwirner, New York

#3 Yayoi Kusama: Unend­lich­keit

Seit ich bei meinem letzten Besuch im MoMa eine Fotoserie von Yayoi Kusama gesehen habe, bin ich von dieser einzigartigen Ausnahmekünstlerin fasziniert. So sehr, dass ich mir auch direkt ihre Biografie gekauft und verschlungen haben. Denn Yayoi, das ist Getriebenheit, das ist Genie und Wahnsinn, das ist Kompromisslosigkeit par excellence. Ihre Kunst ist nie nur Ausdruck ihrer Gedankenn sondern gleichermaßen auch das Psychogramm einer paranoiden Persönlichkeit. So paranoid, dass Kusama sich schließlich sogar in die Psychiatrie einweisen lies. Das Moderna Museet in Stockholm widmet dieser spannenden Frau unter dem Titel “In Infinity” jetzt eine eigene Retrospektive. Alle Infos dazu hat L´Officiel Deutschland für uns in petto.

WeWereFeministsOnce

#4 How feminism sold out by becoming cool

Feminismus-Debatte die Zweite. Vor Kurzem veröffentlichte Andi Zeisler ihr neues Buch “We Were Feminists Once: From Riot Grrrl to Covergirl, the Buying and Selling of a Political Movement”. Darin rechnet sie ab mit dem Ausverkauf des Feminsimus durch den Kapitalismus, mit mit vermeintlich emanzipatorischen Glitter-Attitüden und überschäumende Sexiness als sogenannte Selbstbestimmung. Für die Washington Post hat Carlos Lozada das Buch einmal genauer unter die Lupe genommen und liefert damit für mich einen der absoluten “Must Read”-Artikel der Stunde!

ich schirn

#5 Das kontrollierte Ich | Eine philosophische Auseinandersetzung

“Wo entsteht eigentlich das menschliche “Ich”-Gefühl?” fragt Thomas Metzinger aktuell im SCHIRN Mag. Im Rahmen der aktuellen Ausstellung “ICH” in der Kunsthalle SCHIRN setzt sich der Philosoph einmal genauer mit Selbstreflexion und -wahrnehmung auseinander. Woher kommt es, dass wir uns im Gegensatz zur Tierwelt ganz bewusst selbst erkennen. Wie werden all diese Funktionen gesteuert? Welche Rolle spielt der Aspekt von Körperlichkeit dabei und haben wir am Ende eigentlich wirklich Einfluss darauf, wie wir selbst sind oder uns wenigstens wahrnehmen? Ein lesenswerter Essay, dessen übergeordneter Sammelband noch eine ganze Reihe weiterer Perlen in diesem Gusto zu bieten hat.

Sometimes-Its-the-Small-Stuff-Man-Repeller-Feature-1

#6 How to Get Off the Hamster Wheel Without Quitting Your Job

Gelangweilt vom Alltag, vom Job, dem immer gleichen eigenen Leben? Den Ladies von Manrepeller geht es da manchmal auch nicht anders. Rachel Zuckerman hat passend dazu jetzt einen herrlich erfrischen Guide verfasst, mit dem wir unsen inneren Schweinehund nicht nur selbst ziemlich geschickt austricksen können, sondern der auch wieder einmal zeigt, dass mit Humor alles im Leben gleich viel leichter geht. Hier entlang zum Seelenfutter.

Streetstyles FWA

#7 Fashion Week Australia | Die besten Looks aus Down Under

Die Modemeute tummelt sich aktuell im sonnig-warmen Australien. Grund dafür ist die dortige Fashion Week. Aber was trägt man eigentlich gerade so auf dem Kontinent und gehen modischer Stil und allgemeines Surver-Klischee überhaupt zusammen. Die Antwort: Sehr gut sogar! Wie die aktuellen Streetstyles auf The Cut beweisen.

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