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Outfit | Miss Red

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Irgendwie ist es eigentlich doch absurd. Kaum steht der Dezember vor der Tür und mit ihm die Festtage, schon wollen wir, dass es auch im Schrank ordentlich schimmert, funkelt und glitzert. Eigentlich konnte ich diesem ganzen Chichi bisher eher weniger abgewinnen, nicht zuletzt auch dank der Tatsache heraus, dass meine herzallerliebste Familie seit jeher Heiligabend eher gemütlich im kleinen Kreis feiert und schicke Roben dabei eher die Ausnahme darstellen. Kurzum gilt für mich nun also schon seit Jahren das Motto: Besonders anziehen ja, dem Weihnachtsbaum aber Konkurrenz machen? Spätestens an diesem Punkt bin ich raus.

Nur ahne ich längst, dass das 2016 wohl aber doch ein wenig anders laufen wird. Spätestens seit dem aktuellen Lurex-Trend bin ich dem „Funkel-Funkel“ vollends verfallen und nicht nur die liebe Lola konnte angesichts dieser geschmacklichen Abwege während meines letzten Besuchs in Berlin nur lachend den Kopf schütteln. Doch Hand aufs Herz: Selten hat es uns die Mode so leicht gemacht, besonders auszusehen, ohne dass wir unsere persönliche Komfortzone verlassen müssten. Denn während Trendscouts, Modeketten und Designer auf der ganzen Welt uns bisher für die Feiertage eher unbequeme Kleider, Röcke und allerlei Korsagenartiges für den schicken Anlass auf den Leib zauberten, veredeln sie in dieser Saison einfach unsere liebsten Daily Basics.

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Egal, ob Rollkragenpullover, Schlauchkleid oder Hose: Alles schimmert, alles glitzert, Stoffe sind bequem und wachsen mit dem Anteil an verzehrtem Festtagsbraten. Das Alltägliche flirtet lässig mit dem Einzigartigen und mit einem Mal fragen wir uns, warum es eigentlich nicht immer so einfach war. Soviel elegante Cozyness lasse dann auch ich mir nur zu gerne gefallen, weshalb das schmucke, rote Kleid aus dem Hause Weekday nicht nur eine Kaufentscheidung auf den Blick war, sondern sich bereits jetzt zu einem neuen Lieblingsstück im Schrank gemausert hat. Eigentlich besitze ich zwar wohl schon mindestens 5 Modelle in einem ähnlichen Schnitt – die meisten ebenfalls von der Stange der schwedischen Kette – doch in diesem Fall sorgt vor allem die Kombination aus Farbe und Cupro für eine ganz besondere Liaison. Rot war schließlich schon die Farbe der Herrscher und ist, egal in welcher Nuance, immer irgendwie ein ganz besonderer Blickfang. Trotzdem bleibt insgesamt die Alltagstauglichkeit des Kleids bestimmend. Perfekt also für eine, die sich wie ich vor zu viel schöner Adrettheit fürchtet.

Kleidung mit Mehrwert, sozusagen!

Kleid – Weekday (ähnliches hier und hier) | Armbänder – WALD | Schuhe – Vagabond (via Urban Outfitters oder Zalando) | Nagellack – & other Stories

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Laura Sodano

FOUNDER & EDITOR IN CHIEF // Lebe lieber ungewöhnlich // Mode. (Pop-)Kultur. Feminismus. Für die einen Schizophrenie par exellence, für diese Dame aber ganz normaler Alltag. Frei nach dem Motto, Gegensätze ziehen sich an, verzücken Laufstegbilder und Editorial Shoots Laura ebenso wie die 100. Neuauflage eines Susan Sontag Essays. Bücher und Mode sind ihre Schwäche, Film, Kunst und Kultur das Terrain auf dem sie heimisch ist. Die gebürtige Frankfurterin redet oft schneller, als andere denken. Sprache ist ihr Medium. Das nuancierte Spiel mit Wörtern ihre Waffe. Selten steht das Gedankenkarussell mal still. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist das Notizbuch ihr ständiger Begleiter.

2 Kommentare

  1. Laura Sodano

    Liebe Cia, genau darum ging es mir in dem Artikel. Endlich lassen sich zwischen den Party Kollektionen auch mal Stücke finden, die sich auch im Alltag problemlos tragen lassen. Es freut mich einfach sehr zu sehen, dass Partyrobe nicht mehr nur noch zu bedeuten scheint: Dass Frau sich in enge unbequeme Kleidung zwängen muss, die sie allein schon im Hinblick auf das Atmen daran erinnert, dass sie Kleidung am Leib trägt. :-)

  2. Cia Torun sagt

    Liebe Laura, tiefes rot, gerade geschnitten kannst Du aber auch fast immer tragen, meine es wäre nicht nur so eine hängen gebliebene Tannenbaumsache

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