Culture, Listen
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Introducing | SALES

Foto: Carlos Quinteros Jr.

Da hat es „Zooom“ gemacht – und seit Tagen höre ich ausschließlich Dream Indie Pop rauf und runter. SALES heißt die Band aus Orlando, Florida, die meine gegenwärtige, erneute Tocotronic-Obsession hartnäckig verdrängt hat. Die Freunde Lauren Morgan und Jordan Shih machen bereits seit mehreren Jahren zusammen Musik und riefen schließlich 2013 ihr Projekt SALES ins Leben. SALES, das ist beschwingter Gitarren-Pop mit Elementen aus Improvisation und Sampling. Klingt so, als hätte man das bereits an irgendeiner Ecke von irgendeinem Straßenmusiker gehört, aber weit gefehlt: Die Mischung aus Morgans klarer Stimme, den catchy Gitarrenmelodien und clever-simplen Lyrics wie „Go wrong you go home alone, it’s not too bad“ oder „Looked at you too long at last, fell upon in the lows of roulette.“ wandeln die Lo-Fi Songs in kleine Wattewolken zum Mitwippen, Mitsummen und Weit-Weg-Träumen.

Um den Worten von Le Sigh recht zu geben: „The Orlando duo toes the line of folk, indie pop, lo-fi and minimalism and refuses to commit to one genre, which is part of SALES‘ intimate appeal.“

Gestern Abend habe ich das Duo im Berliner „Monarch“ live gesehen und auch, wenn es einige technische Probleme gab, die dem fehlendem Soundcheck weil straffer Tourplan geschuldet waren, verstehe ich den regelrechten Fankult um SALES nun ein bisschen mehr. Das auf der Bühne da waren zwei entspannte und witzige Kids, die einfach nur das machen, auf die sie Lust haben und genauso sympathisch und easy-going sind wie in den Live-Videos auf YouTube.

Bis Ende Oktober sind SALES noch auf Europa-Tour und wenn ihr das Glück habt, in der Nähe von Hannover oder Hamburg zu wohnen, könnt ihr sie dort noch abfangen:

6. Oktober – Hannover, Café Glocksee
7. Oktober – Hamburg, Volt

Falls nicht, dann hört SALES doch einfach so ein wenig. Der Sommer lässt sich damit definitiv noch ein bisschen länger festhalten.

Kategorie: Culture, Listen

von

Lola Fröbe

Das Köpfchen voller Mode – und dennoch Köpfchen? Eine Selbstverständlichkeit für die Dame, die seit jeher einen Hang zur Polarität kultiviert. Girlpower und Understatement sind die partners in crime. Lola kann sich mit den aktuellen Ready-To-Wear-Kollektionen ihrer skandinavischen und französischen Idole genauso stundenlang zufrieden aufhalten wie im Buchladen um die Ecke. Das Fräulein liebt Kopenhagen und Kafka, hat eine Schwäche für Männermode und schmissige Musikhits, ist aber auch für Kunst und Kitsch zu haben.

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