Culture, Listen
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Music Friday | Power-Frauen

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Pünktlich zum Wochenende gibt´s von uns natürlich wieder eine gehörige Portion Musik auf die Ohren. Dass die dieses Mal fast ausschließlich aus der Feder und der Kehle von Frauen stammt, ist tatsächlich reiner Zufall – auch wenn ich mich beim zweiten Gedanken schon frage, ob das unbewusst vielleicht nicht doch mit meinem gestrigen Besuch der Ausstellung „Sturmfrauen“ in der SCHIRN zu tun hat. Ähnlich wie in der Kunst und der Literatur zählt nämlich auch die Popwelt noch immer zu jenem Metier, in dem die Herren der Schöpfung irgendwie im Vordergrund stehen. Zwar erliegen beide Geschlechter gleichermaßen der Aura und Musik von Sängerinnen, wie Grimes, Björk und Co. Trotzdem scheinen Damen, sobald es um ernstzunehmende Musik geht, noch immer eher als Ausnahme angesehen zu werden. Die Mehrheit weiblicher Sanges-Kehlen wird dagegen vielmehr für ihr Aussehen und ihre Instagram-Accounts gelobt. Und das ist nicht nur ziemlich schade, sondern zeigt gleichzeitig auch, wie sehr wir als Zuhörer noch immer von alten gesellschaftlichen Konventionen gelenkt werden. Solange wir uns selbst nämlich noch regelmäßig dabei ertappen, dass wir Frauen zunächst einmal weniger wegen ihres Talents als vielmehr wegen ihrer Optik wahrnehmen, gibt es wohl für uns alle noch eine ganze Menge Arbeit zu leisten. Zu diesem Thema gibt es bald noch mehr von meiner Seite, ebenso wie zur oben genannten Ausstellung. Bis dahin läuten unsere musikalischen Power-Damen erst einmal das Wochenende ein!

Transviolet – New Bohemia


Megan Washington – How to tame Lions


Bar – White Noise


MØ – Kamikaze

Grimes – Flesh without Blood/Life in the Vivid Dream


Björk – Human Behavior

Kategorie: Culture, Listen

von

Laura Sodano

FOUNDER & EDITOR IN CHIEF // Lebe lieber ungewöhnlich // Mode. (Pop-)Kultur. Feminismus. Für die einen Schizophrenie par exellence, für diese Dame aber ganz normaler Alltag. Frei nach dem Motto, Gegensätze ziehen sich an, verzücken Laufstegbilder und Editorial Shoots Laura ebenso wie die 100. Neuauflage eines Susan Sontag Essays. Bücher und Mode sind ihre Schwäche, Film, Kunst und Kultur das Terrain auf dem sie heimisch ist. Die gebürtige Frankfurterin redet oft schneller, als andere denken. Sprache ist ihr Medium. Das nuancierte Spiel mit Wörtern ihre Waffe. Selten steht das Gedankenkarussell mal still. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist das Notizbuch ihr ständiger Begleiter.

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