Culture, Listen
Schreibe einen Kommentar

Mixtape | Im Zweifel für den Zweifel

habits mixtape_header Newmen final

Die Welt steht Kopf und wir mit ihr. Politische Querelen, Flüchtlingskrise, Terror-Angst, Wirtschaftsklüngeleien, permanente Verfügbarkeit dank digitaler Gadgets, Tinder, Jobsuche, Beziehungsstreits, Einsamkeit, Sinnsuche. Es scheint in diesen Tagen und vor allem in unserer Generation tatsächlich nicht leicht, auf dem richtigen Weg zu bleiben. Oft versperrt uns sprichwörtlich der Wald vor lauter Bäumen die Sicht und viel zu oft fühlen wir uns dazu gedrängt uns mit anderen zu vergleichen oder gar in Wettbewerb mit ihnen zu treten. Wir kämpfen gegen die Welt, tagtäglich aufs Neue. Eigentlich ist es nicht viel anders, als in Game of Thrones. Nur, dass hier von Zeit zu Zeit eben Köpfe rollen und das körperliche Ende dem seelischen vorauseilt. Die Realität geht da einen anderen Weg. Jeder von uns ist im Verlauf seines Lebens im matphorischen Sinne wohl schon gefühlte 100 Mal gestorben und wieder auferstanden. Und das ist bei Weitem nicht immer leicht – am Ende aber trotzdem dringend notwendig.

Denn nur, wenn wir Altes hinter uns lassen, uns selbst hinterfragen, können wir weiterkommen. Wer wollen wir sein? Wer sind wir wirklich? Wo wollen wir hin? Schaffen wir das? Oder stehen wir uns vielleicht sogar selbst im Weg? Oft genug machen wir andere für unsere Unzufriedenheit verantwortlich, ohne meist auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass wir aller Wahrscheinlichkeit nach mindestens auch ein Stückchen daran Anteil haben.

Und wenn wir an den Punkt kommen, an dem wir feststellen, dass es so eigentlich nicht mehr weitergehen kann, bleiben uns in der Regel zwei Möglichkeiten: Arrangier dich mit der Sache oder sorg für Veränderung! Es mag für eine Weile vielleicht gut tun, die Augen zu verschließen und zu verdrängen, was um einen herum gerade so falsch läuft – im Kleinen, wie im Großen. Doch daheim hocken und von besseren Zeiten, von einem anderen Leben, träumen, bringt am Ende keinen von uns weiter. Wir müssen aufstehen, das Leben anpacken und dabei manchmal auch der Angst knallhart ins Gesicht blicken.

Und wenn wir das erst mal geschafft haben, hält uns keine verschlossene Tür oder irgendeine Mauer mehr auf. Unser Leben gehört uns und wir entscheiden, wie wir es führen. Es ist unser Film und der braucht bekanntlich immer einen guten Soundtrack um zu funktionieren!

Happy (strong) Weekend!

Tame Impala – The Less I Know The Better


NEWMEN – Aftersoon


La Femme – La Femme Ressort


Tellavision – Haters You Love


Chrvches – Empty Threat


Braids – Taste


M.I.A. – Borders


YELLE – Comme Un Enfant


YELLE – Ce Jeu


Tocotronic – Im Zweifel für den Zweifel


Ra Ra Riot & Rostam – Water

Kategorie: Culture, Listen

von

Laura Sodano

FOUNDER & EDITOR IN CHIEF // Lebe lieber ungewöhnlich // Mode. (Pop-)Kultur. Feminismus. Für die einen Schizophrenie par exellence, für diese Dame aber ganz normaler Alltag. Frei nach dem Motto, Gegensätze ziehen sich an, verzücken Laufstegbilder und Editorial Shoots Laura ebenso wie die 100. Neuauflage eines Susan Sontag Essays. Bücher und Mode sind ihre Schwäche, Film, Kunst und Kultur das Terrain auf dem sie heimisch ist. Die gebürtige Frankfurterin redet oft schneller, als andere denken. Sprache ist ihr Medium. Das nuancierte Spiel mit Wörtern ihre Waffe. Selten steht das Gedankenkarussell mal still. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist das Notizbuch ihr ständiger Begleiter.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *