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Interview | Lena Elfrath über ihren Debütroman “Die Liebe ist ein Schmetterling”

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Fotos: © Marc Krause

Anfang August ist Lena Elfraths Debütroman “Die Liebe ist ein Schmetterling” erschienen. Binnen kürzester Zeit haben wir den 436 Seiten prallen Erstling verschlungen, so begeistert waren wir vom pointieren Erzählstil der Autorin, die sich nicht davor scheut, den Finger gezielt in die Wunde zu legen. Laura hat die charmante Frankfurterin mit dem ansteckenden Lachen zum Interview getroffen, um mit ihr zwischen Wein, Süßkartoffel-Pommes und ungeahnt großen Beilagensalaten über das Schreiben an sich zu sprechen, über die manchmal ziemlich verquere Suche nach dem sogenannten Sinn im Leben und die Frage, weshalb wir uns mit der Realität” manchmal so schwertun. Ein Zusammentreffen, bei dem die Chemie von Anfang stimmte. 

„Die Liebe ist ein Schmetterling“ ist dein Debütroman. Wann ist bei dir zum ersten Mal der Gedanke aufgeploppt, ein Buch zu schreiben? War das schon immer ein Bedürfnis oder gab es da einen ganz bestimmten Punkt?

Die Idee war immer da. Den Entschluss, ein Buch zu schreiben, habe ich vor etwa sechs bis sieben Jahren gefasst. Kurz darauf ging ich in eine Bar und ich erinnere mich noch, dass ich damals völlig durch den Wind jemandem davon erzählte. In dem Moment, in dem ich meinen Plan ausgesprochen hatte, war mir klar: Das muss ich jetzt auch durchziehen. Ich habe aber schon als Kind Kurzgeschichten geschrieben. Keine Liebesgeschichten (lacht)! Vor einiger Zeit habe ich ein Ghostwriter-Projekt gemacht, hinter dem ich, zugegeben, nicht so ganz stand. Ähnlich ging es dem Lektor, der damals ziemlich erstaunt war, dass aus dem Projekt am Ende eine halbwegs runde Sache wurde. Er bot mir an, dass ich mich melden könnte, wenn ich meinen eigenen Roman schreiben sollte. Im Nachhinein betrachtet war das nur einer der Eckpfeiler, durch die mir der Gedanke nicht mehr so absurd erschien. Auch wenn es eine ziemlich dumme Idee ist, sich das Schreiben eines Buchs aufzuhalsen (lacht).

Wie bist du an die ganze Sache rangegangen?

Ich habe minimum zwei, drei Jahre recherchiert. Die Sache ist, wenn du erst einmal anfängst zu recherchieren, mit Leuten sprichst und rausgehst, wird eine Idee plötzlich real. Anders, als wenn du nur alleine hinter deinem Rechner sitzt. Die Recherche gehört auch zu meinen liebsten Parts vom Entstehungsprozess. Ich habe zum Beispiel bei der Diakonie Weser5 angerufen, von meinem Plan erzählt und gefragt, ob ich dort aushelfen könnte. Das hatte ich früher schon einmal an Weihnachten gemacht. Nach interner Absprache kam die Zusage. Die hätten sie mir wirklich nicht geben müssen, ich hab ja keine Ausbildung zum Sozialarbeiter oder sowas. Das war ein weiterer Schritt, durch den meine Idee Form annahm. Ähnlich war es, als ich für die Recherche als Obdachlose auf die Straße bin. Ich hatte mich ewig daheim herumgedrückt und mich nicht getraut, das Haus zu verlassen. Habe mir hier noch etwas mehr Dreck ins Gesicht geschmiert und da noch etwas Erde unter die Fingernägel. Irgendwann kam der Punkt, an dem klar war: Ich muss das jetzt machen. Sonst verarsche ich mich selber und sonst verarsche ich auch mein Buch. So viel muss mir das Ganze schon wert sein.

Das heißt, du bist für die Recherche tatsächlich auf die Straße und hast in gewisser Weise das Leben deiner Figur Maik selbst erlebt? Hattest du dabei das Gefühl angestarrt zu werden?

Ja und nein. Am Ende ist man nie so wichtig, wie man selbst von sich denkt. Man wird weit weniger beachtet. Ich bin auch ähnlich wie Maik in der Geschichte anfangs mit gesenktem Blick und geduckter Haltung durch die Straßen gelaufen, da sieht man nicht viel. In der Bahn war es aber unangenehm. Da habe ich mich kaum getraut, mich umzuschauen. Allerdings hat der Geruch – Alkohol, Schweiß, lange nicht gewaschen – an mir gefehlt. Das ist ein wichtiger Unterschied, sonst wäre die Erfahrung noch einmal eine andere gewesen. Dann wären mir die Leute stärker aus dem Weg gegangen.

Sobald ich meinen Platz zum „Betteln“ gefunden hatte und saß, wurde eine Hierarchie deutlich. Dann ist klar, du bist da unten und auf die Spenden von oben angewiesen. Das ist verrückt! Und in dem Moment, in dem das erste Geld im Becher landet, weißt du, du bist offiziell obdachlos. Das Spannende ist, wie schnell sich der Mensch arrangiert. Oft geht es ihm nur so schlecht, wie es ihm sein Kopf einredet oder wie hysterisch bis neurotisch es darin zugeht.

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Wie ist die Idee entstanden, vier Hauptfiguren zu erschaffen? Und hätte deine Geschichte theoretisch auch funktionieren können, wenn auch nur einer von ihnen weggefallen wäre?

Allein schon nicht, weil ich zwei Frauen und zwei Männer wollte. Ich bin von Anfang an sehr konzeptionell herangegangen und wollte grundsätzlich Realitäten vergleichen. Das liegt auch daran, dass ich interessant finde, wie Menschen sich selbst Sachen so super einreden können. Ich wollte in grundverschiedene Köpfe hineinschauen und sehen, was passiert hier? Mit den Ergebnissen dieser Art Studie habe ich experimentiert, indem ich sie gegenübergestellt habe. Und egal, wie oft ich das Ganze zwischendrin verflucht haben mag. Am Ende bin ich immer wieder reumütig zurückgekommen, weil ich wusste, ich würde das zweite Buch genauso machen.

Schauen wir uns die vier Figuren einmal näher an: Allesamt sind sie Produkte unserer gegenwärtigen Gesellschaft – mit allen Ecken und Kanten. Wie bist du vorgegangen, um ihnen Leben einzuhauchen? Wie haben sich ihre Charaktere geformt?

Durch die Recherchen konnte ich die Figuren tatsächlich vorab skizzieren. Meine Wand war zugeklebt mit Charakterzügen, mit Worten und Floskeln, die die Figuren sagen und denken würden. Auch auf die Frage nach der Musikrichtung wusste ich eine Antwort. Zu jeder Figur hatte ich ein paar Songs, die ich übrigens immer vorm Schreiben gehört habe. Als Grundlage diente mir auch jeweils eine Auswahl an Leuten, die natürlich nichts davon wissen. Wenn ich eine Lücke hatte, fragte ich bei den Leuten einfach nach! Teile der Story sollten sich aber beim Schreiben ergeben, denn während des Prozesses lernst du die Figuren erst richtig kennen. So gesehen, sind sie wie Freunde. Du musst sie „lieb haben“ lernen, einen Draht zu ihnen finden. Allmählich entwickeln sie ihr Eigenleben. Manchmal regst du dich über sie auf oder kannst sie zeitweise überhaupt nicht leiden.

Nun gibt es ja keinen Charakter der komplett positiv bzw. negativ gezeichnet ist. Gerade das macht sie ja so spannend und, wenn man will, authentisch. Welcher von den vieren ist dir über die Zeit am meisten ans Herz gewachsen und welchem hättest du manchmal gerne den Hals umgedreht?

(Lacht) Also Achim und Aline haben mich schon manchmal aggressiv gemacht. Aber ich muss sagen, Achim hat mich im Nachhinein überrascht. Vor allem, jetzt wo ich das Ganze selbst vor anderen Leuten lese. Der Liveact färbt die Figuren noch einmal intensiver nach. Bei Achim kann ich manche Züge überzeichnen. (Schmunzelt) Das macht ihn noch trotteliger, weshalb er einem fast schon leidut. Sein Humor würde fehlen, wenn er nicht da wäre. Bei Aline hab ich dagegen versucht, ihr im Nachhinein mehr Liebe einzuhauchen.

Rainer, die wichtigste Nebenfigur, ist mir nah. Gar nicht mal, weil er mir ähnlich wäre. Ich mag ihn einfach. Er ist authentisch und agiert nicht innerhalb des Systems wie die anderen. Er ist sozusagen das Gegenprogramm. Kein Konzept, nur Chaos, Rainer. Obwohl er auch ganz schön anstrengen kann. Ich wollte durch ihn jenen eine Stimme geben, die wir viel zu oft ausblenden.

Maik ist ein extremer Charakter. Denn auch wenn die anderen auf den ersten Blick vielleicht exzessiver auftreten, ist seine Sichtweise auf sich selbst und die Welt um ihn herum doch sehr radikal. Glaubst du, dass Maik in dieser Hinsicht vielleicht eher naiv als wirklich „anti“ ist?

Hier ist die Frage, was „naiv“ eigentlich genau bedeutet. Maik muss sich eingestehen, dass er sich getäuscht hat. So ganz ohne persönliche Bindung funktioniert es auch für ihn nicht. Seine vermeintliche Radikalität hängt auch damit zusammen, dass er die am stärksten reflektierte Figur ist. Er argumentiert und hinterfragt. Er hat den größten Weitblick. Deshalb unterscheidet er sich so von den anderen Figuren. Maik sollte von Anfang an die Position desjenigen einnehmen, der sich von den Dingen, an denen die anderen drei noch knabbern, verabschiedet hat.

Doch ohne Liebe kann selbst Maik nicht. Diese Idee kam im Schreibprozess immer deutlicher zum Tragen. Es geht um das Ankommen. Damit meine ich gar nicht mal den Nestbau oder eine romantische Liebe. Es geht vielmehr um die Erkenntnis „Ich bin gut so, wie ich bin“, darum, ein Gefühl zu entwickeln, dass man seine eigene Heimat und Geborgenheit ist. Die Sehnsucht nach dieser Heimat verbindet alle vier.

Ohnehin stellt sich die Frage, wen treffen die Veränderungen und Entscheidungen im Verlauf der Handlung am stärksten?

Ich glaube, da sind sich alle Figuren ähnlich. Ihre Entwicklung ist eine Kurve. Die Handlung, ihr Denken, alles steigt und steigt. Und irgendwann muss unvermeidlich der Wendepunkt kommen, an dem alles kippt. Ein Wendepunkt ist gleichzeitig ein Nullpunkt: Für einen Moment gibt es keine Steigung. Das totale Nichts. Alles ausgelöscht und neutral, die Vergangenheit und die Zukunft verschwunden. In diesem Moment erleben die Figuren emotional gewissermaßen dasselbe und sind somit verbunden. Die Frage ist, was machen sie daraus. Letztendlich besteht bei allen die Gefahr, dass sie sich im Kreis drehen. Da soll der Leser ins Spiel kommen und sich fragen: Was würde ich tun? Würde ich alles wiederholen?

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Stichwort Realität. Das ist etwas, womit sich alle vier Figuren permanent auseinandersetzen. Auch der Leser erfährt schnell, dass nichts so ist, wie es scheint. Wie stehst du persönlich zum Realitätsbegriff und war es dir ein besonderes Anliegen, das Konzept einer tatsächlich und singular existenten Realität radikal in Frage zu stellen?

Diese Momente, in denen ich dasaß und dachte, was machen wir eigentlich hier, haben mich schon als Kind beschäftigt. Ich frage mich das auch heute noch oft. Es ist schwer zu verstehen, dass viele Leute strikte Werte für sich festlegen, deren Sinn sie dir aber nicht erklären können. Es fällt mir schwer, zu akzeptieren, dass mir jemand vorschreibt, wie ich zu denken und zu fühlen habe. Und dass es unangenehm wird, sobald ich ein wenig aus der Reihe tanze. Das ist für mich das Prekäre an der Realität. Sie ist ein Konstrukt. Das fängt bei der Sprache an. Ich habe Linguistik studiert und da merkst du schnell, Wörter sind gefärbt, was uns wiederum eine bestimmte Färbung „in den Mund legt“.

Der Roman war ein Versuch, das alles weiter zu denken auch auf Politik und System bezogen. Für mich ist das Persönliche hochpolitisch. Unsere Werte sind natürlich auch beeinflusst vom Wirtschaftssystem, vom Konsum – anders gesprochen vom Kapitalismus. Wir werden dazu angehalten, einen Mangel zu empfinden, der uns dazu antreibt zu konsumieren, um das vermeintlich Fehlende auszugleichen. Wenn wir jetzt anfangen würden, darauf zu verzichten und auf unser Bauchgefühl zu hören, auf unsere tatsächlichen Bedürfnisse, dann würde dieses Gebilde wahrscheinlich schnell zusammenbrechen.

Der Erzählstil des Romans ist ein ganz besonderer. Wir folgen der Handlung aus Sicht der Charaktere, genauer gesagt, folgen wir deren unmittelbarem Bewusstseinsstrom. Das schafft Nähe und emotionale Dichte. Gleichzeitig hören wir bei jedem der vier auch immer eine Art ausgelagerte Gegenstimme. Die kann mal als tadelndes Gewissen gelesen werden, mal als ein Bauchgefühl. Vielleicht aber auch als eine Art übergeordnete Erzählinstanz, die das Verhältnis von Realität und Einbildung zusätzlich ins Wanken bringt?

Kann man, ja. Die Stimme aus dem Off verkörpert tatsächlich die Gegenposition. Jeder von uns kennt das doch: Viele Stimmen reden im Kopf durcheinander, manche lauter, manche ganz ganz leise. Am Ende müssen wir uns überlegen, welche Stimme wir hören. Wer wir sind, das sind die Geschichten, die wir uns selbst erzählen. Meine recht romantische These ist die: Irgendwo unter dem Geröll unseres Habitus liegt hoffentlich eine Stimme vergraben, die sagen kann, wer wir wirklich sind. Bei aller Ablenkung, die da auf uns einprasselt, können wir aufmerksam auf diese Stimme werden. Ein Trick ist womöglich, sich ab und zu in Ruhe von außen zu betrachten und zu hinterfragen. Und auch mal mit sich selbst diskutieren (lacht).

Im Lauf der Erzählung übernimmt die Stimme aus dem Off immer mehr Kontrolle. Vielleicht schickt sie die Figuren sogar ins Chaos, um sie an den besagten Nullpunkt zu bringen. Sie gibt ihnen ja auch Anweisungen und irgendwann können sich alle Figuren nicht mehr gegen sie wehren.

Die Kapitel folgen einem bestimmten Überthema. So wird es überhaupt erst möglich die Figuren in Relation zueinander zu setzen. Welche Überlegungen stecken dahinter?

Das Experiment zielte auf die Gegenüberstellung. Auch weil ich wusste, das ist eine Herangehensweise, die so noch keiner versucht hat (lacht). Ich wollte wirklich sehen, warum Menschen die gleiche Sache wahrnehmen und dabei doch zwei völlige unterschiedliche Sichtweisen haben. Für den einen ist das Glas halb voll, für den anderen ist es halb leer. Platt gesprochen: Ich wollte herausfinden, wieso Leute so oft Dinge tun, die ich nicht nachvollziehen kann. Und umgekehrt, warum können andere meine Taten nicht nachvollziehen? Warum sind wir uns fremd, auch wenn es um dieselbe Sache geht? Das wollte ich untersuchen, um es dann auch ins maximal Absurde zu steigern.

Die Zeitstränge zusammenzubekommen war wirklich eine Puzzlearbeit. Du hättest dir mal meine Tabelle ansehen müssen. Es war, als würde ich Schicksal spielen. Zum Beispiel an den Stellen, an denen sich die Figuren begegnen, obwohl das nie klar gesagt wird, da muss ja alles stimmen.

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Ob deine Figuren am Ende an die große Wendung glauben, wollen wir an dieser Stelle nicht verraten. Aber glaubst du denn daran, dass sich das Leben radikal verändern lässt oder ist der Drops an irgendeinem Punkt sprichwörtlich gelutscht?

Nein, das wäre zu perspektivlos. Ich glaube, es kann mehrmals im Leben so richtig knallen. Je mehr wir diesen Moment im Bewusstsein behalten, desto mehr reifen wir daran. Ich muss daran glauben, dass es eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung gibt, selbst wenn es eine Lüge sein sollte.

Wie geht es weiter mit Lena Elfrath? Der nächste Roman? Oder doch erst einmal ganz viel Liebe und Herzblut in die eigene Agentur UBERMUT stecken?

Puh, gute Frage. Von allem ein bisschen, würde ich sagen. Ich kann auf keinen Fall ohne das freie Arbeiten – wobei frei mehr im Sinne von künstlerisch. Mich aber jetzt schon an das nächste Buch setzen? Ich habe zwar schon eine vage Idee im Kopf. Aber ich möchte erst einmal abwarten, wohin sich das mit dem Debüt entwickelt. Und dann beginnt natürlich alles wieder mit dem Recherchieren.

Last but not least: Nächste Woche findet in FFM die Buchmesse statt: Wo kann man dich hören und sehen?

Am Mittwoch, den 19. Oktober nehme ich an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Die Aufgabe der Literatur in finsteren Zeiten“ teil. Das Ganze findet um 20 Uhr in der Bar Saint Clichy statt. Am Freitag, den 21. Oktober lese ich um 20 Uhr im Rahmen von Open Books im Frankfurter Kunstverein. Und am Sonntag, den 23. Oktober mache ich es mir um 14:30 Uhr auf der ARD Bühne direkt auf dem Messegelände gemütlich. Ansonsten stehen noch einige Events und Partys an, ich bin also praktisch immer irgendwo zu finden.

Das nehmen wir doch direkt beim Wort! Hab vielen lieben Dank für das Interview, liebe Lena! Und für die literarische Marathon-Woche schon einmal ganz viel Erfolg!

Lena Elfraths Debütroman “Die Liebe ist ein Schmetterling” ist bei weissbooks.w erschienen. (An dieser Stelle auch ein herzliches Danke an Robin Schmerer, der uns mit Lena zusammengebracht hat.) 

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Kategorie: Culture, Read, Talk

von

Laura Sodano

FOUNDER & EDITOR IN CHIEF // Lebe lieber ungewöhnlich // Mode. (Pop-)Kultur. Feminismus. Was für die einen nach Schizophrenie par exellence klingt, ist für diese Dame ganz normaler Alltag. Frei nach dem Motto, Gegensätze ziehen sich an, verzücken Laufstegbilder und Lookbooks Laura ebenso wie die 100. Neuauflage eines Susan Sontag Essays. Bücherläden und (skandinavische) Mode sind ihre Schwäche, Filme und Kultur das Terrain auf dem sie sich zuhause fühlt. Die Frankfurterin mit der tiefen Liebe zum Berliner Leben redet oft schneller, als andere denken. Sprache ist ihr Medium. Das nuancierte Spiel mit Wörtern ihre Waffe. Selten steht das Gedankenkarussell mal still. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist das Notizbuch ihr ständiger Begleiter.

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