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German Press Days | Das erwartet uns im kommenden Herbst

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Die German Press Days sind jedes Mal auf Neue wieder ein kleines Highlight und völlig egal, wie oft man nun schon dabei war, die Vorfreude sorgt bei mir grundsätzlich für aufgeregtes Kribbeln. Für alle, die an dieser Stelle bis jetzt aber nur Bahnhof verstehen. Das Ganze sieht in etwa so aus:

Zwei mal pro Jahr öffnen Agenturen von Berlin bis München ihre Pforten und laden Redakteure, wie Blogger dazu ein, die Kollektionen für das kommende Frühjahr einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Von Fashion bis Beauty, von Schuhe bis Taschen: Für Modefans ist das definitiv so etwas wie das textile Schlaraffenland. Dazu gibt es reichlich leibliche Verpflegung und noch mehr tolle und spannende Gespräche mit Menschen aus der gesamten Branche. Wie verlockend das ist, brauche ich bestimmt nicht extra zu erwähnen, wie sehr das aber auch auf die Füße geht dann vielleicht aber schon. Denn Press Days das bedeutet auch jedes Mal aufs Neue einen kleinen Marathon durch Berlin. Agenturen gibt es schließlich viele und verpassen will man nichts. Also wird ein vorab schon ein strikter Zeitplan festgelegt, der spätestens bei dem ersten Stopp dann aber auch schon wieder vollkommen in sich zusammenfällt. Warum das am Ende aber gar nicht so schlimm ist und die Press Days jede Art von Fußschmerz wert sind, zeigen die folgenden Trends, die wir euch knackfrisch für die kommende Saison mitgebracht haben.

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#1 Electric Blue
Keine Farbe wickelt uns im kommenden Herbst/Winter wohl so sehr um den Finger, wie Blau, genauer gesagt leuchtendes Blau. Die einen nennen es Electric Blue, die anderen fühlen sich an Yves Klein erinnert, begeistert sind am Ende aber alle. Kleider, Schuhe, Shirts, ja sogar Mäntel aus Fell schimmern schon bald in dem wunderbaren Ton. In der Kombination mit anderen Blau-Nuancen entfaltet sich dann auch schließlich die gesamte Schönheit dieses Trends. So gesehen unter anderem bei Sandro, Weekday und Veja.

 

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#2 Knalleffekte und Farbexplosionen
Farblich hoch motiviert geht es weiter. Die Zeiten, in denen unsere Garderobe im Winter nur durch Schwarz und Grau geprägt war, sind nun nämlich ein für alle Mal vorbei. Im nächsten Winter wird es knallig – und zwar einmal die ganze Palette durch. Während GANNI, Stine Goya und & other Stories auf dunkles, kräftiges Rot setzen, verschreibt sich die Women´s Wear Kollektion von Tiger of Sweden ganz den Beerentönen. Bei Weekday leuchtet uns dagegen sattes Gelb entgegen, das ganz kokett mit Waldgrün flirtet. Louise Friedlaender wiederum lässt ganz dem Sixties-Trend entsprechend die Kombination aus Violett und Orange wieder aufleben und ASOS haut gleich alles auf einmal raus. Da ist gute Laune im Schrank praktische vorprogrammiert. Sozusagen Vitaminbomben gegen den Winter. Wer es gedeckter mag, der wird garantiert bei Closed fündig. Hier gibt es neben dunklem Bordeaux vor allem Senfgelb und Curry zu entdecken.

 

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#3 Swinging Sixties
Oben ist es schon angeklungen: Im Winter 2016/2017 versetzt uns die modische Zeitreise in die 60er zurück. Irgendwo zwischen Rolling Stones, Beatles, Twiggy, Austin Powers und Co. wird es mal wild mal schick, immer aber ziemlich funky und ein wenig Rock ´n Roll. Und so erwarten uns ausgestellte Miniröcke, herrlich schimmerndes Lackleder aber auch weiterhin ganz viel Samt, Flicken-Optik und schmucke kleine Henkeltäschchen.

 

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#4 Winterpastell
Meine Wenigkeit schafft es oft ja nicht einmal im Sommer die Sache mit den hellen Tönen zu handeln. Umso irritierter war ich, zugegebenermaßen, als mir für die kommende kalte Jahreszeit gleich von mehreren Designern zartes Rosa, unschuldiges Weiß oder frühlingshaftes Flieder entgegen lachten. Vor allem die deutsche Designriege gibt beim Winterpastell den Ton an. Malaikaraiss setzt auf die Kombination von Weiß und Rosa. Helles Grau komplettiert die Farbpalette. Ähnlich verhält es sich bei Marina Hoermanseder, bei der es insgesamt zwar etwas knalliger wird, aber nicht minder frühlingshaft. Hier kommt zusätzlich zum Rosa und Peach dann auch noch Mint ins Spiel. Perret Schaad dagegen setzen ganz auf Lila und Flieder.

 

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#5 Accessoires, Accessoies, Accessoires
Egal ob Schmuck, Tücher oder anderes Klimbim: Im nächsten Herbst/Winter ist mehr definitiv mehr. Ganz vorne mit dabei iPhoria, die ja ohnehin bereits für knallige Effekte bekannt sind. Zusätzlich zu kunterbunten Taschen und catchy Smartphonehüllen, erwartet uns schon bald ganz besonderer Schmuck für die Schuhe. Ganz nach dem Vorbild des Acne-Adriana Sneaker dürfen wir uns auf Patches für die Treter freuen – natürlich wie immer alles nach dem Self-Customizing-Prinzip. Apropos Aufnäher, die gibt es übrigens auch bei Levis und GANNI in der nächsten Saison inklusive. Denn der Trend geht ganz klar weg von Uni-Looks hin zu verspielten Eye-Catcher-Details, wie wir sie auch bei Louise Friedlander gesehen haben. Wem es dann noch immer zu wenig funkelt, für den haben vor allem die Schmucklabels große Statement-Ohrringe wie Ringe parat. Geschwungene Formen und reichlich blank poliertes Silber- und Gold macht garantiert nicht nur Elstern neidisch.

 

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#Was uns sonst noch ins Auge gesprungen ist

Neben den 60ern klopfen auch die 2000er an die Tür. Wer jetzt noch ein paar berühmt-berüchtigte Buffalos im Keller hat, der findet in der kommenden Saison garantiert den Look dazu.

Denim bleibt. Von Indigo bis Weiß spielt das robuste Material einmal die komplette Farbpalette durch

Scandinavian Outback. Die klassische Streetwear erhält im kommenden Herbst/Winter einen kleinen skandinavischen Einschlag. Besonders beliebt: dicke Wollpullover mit auffälligem Muster machen sowie bequeme Wunderschuhe mit robusten Sohlen. Da bekommt sogar ein so überzeugter Stadtmensch, wie ich, Lust auf Lagefeuer und endlose Schneewälder.

Ohne Materialmix geht in dieser Saison nichts. Fließende Seide trifft kuschelige Wolle. Leder flirtet mit Denim, dazwischen gummierte Regenmäntel, klassische Baumwolle, Spitze und Korb bei den Schuhen. Wir kombinieren alles mit allem und genau so sollte es schließlich auch sein.

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