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Fashion Week Close Up | Marina Hoermanseder SS17

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Marina Hoermanseder ist eines jener Nachwuchstalente Berlins, die es geschafft haben innerhalb weniger Saisons die Modemeute durch die Bank weg zu überzeugen und sich auch über die Grenzen der Hauptstadt hinaus einen Namen zu machen. Nachdem bereits Monster-Mama Lady Gaga bekennender Fan der gebürtigen Österreicherin ist, wurden ihre Design zuletzt im Hollywood-Streifen „The Neon Demon“ in Szene gesetzt.

Wen wundert es da noch, dass der Ansturm auf Hoermanseders Show inzwischen unüberschaubar groß ist. Das freut uns zwar für die junge, charmante Dame, führt aber auch leider dazu, dass wir an dieser Stelle ein kleines Tränchen verdrücken müssen. Denn während uns in den letzten drei Saisons stets ein Platz am Rande des Runways sicher war, gingen wir dieses Mal leer aus – und mussten das Defilee im Nachhinein schnöde am Bildschirm Revue passieren lassen. Ein Fakt, der uns in Anbetracht der Tatsache, dass stattdessen Sänger der Band Culcha Candela in der ersten Reihe der herrlichen Gartenkulisse des Kronprinzenpalais Platz nahmen, dann sogar fast noch ein klein wenig mürrisch werden lässt. Schließlich haben die Herren dieser Formation mit Mode sonst wohl eher so viel zu tun, wie wir mit dem Verbauen von Rigipsplatten, oder so ähnlich.

Doch darum soll es hier nicht gehen. Denn wieder einmal hat uns Marina Hoermanseder mit ihrer Kollektion auf Anhieb umgehauen! Leuchtende Farben geben auch dieses Mal wieder den Ton an. Dabei wird zartes Pastell passend zum Sommer durch knalliges Pink und saftiges Orange ergänzt. Dazwischen schlängeln sich Himmelblau, Rot und Weiß hindurch. Besonders schön: Die fein aufeinander abgestimmten Farbverläufe, die mal beinahe lautlos ineinander übergehen, um kurz darauf wieder in wilden Sprenkeln für zusätzliche Bewegung zu sorgen.

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Auch Hoermanseders Markenzeichen, die Stützkorsetts aus dem 18. Jahrhundert dürfen natürlich nicht fehlen – gleiches gilt für die aufwendigen dreidimensionalen Blüten-Ornamente, die seit dem letzten Frühjahr Bestandteil der Looks sind und zwischen denen sich dieses Mal kleine, zarte Schmetterlinge tummeln. Trotzdem – und das fällt auf den ersten Blick auf – beweist die vom German Fashion Council geförderte Designerin, dass sie trotz des großen Erfolgs keine Lust auf Stagnation hat. Ganz im Gegenteil sogar! Denn von Saison zu Saison erscheinen Hoermanseders Kollektionen tragbarer. Avantgardistische Elemente werden geschickt mit Alltagsstücken kombiniert. Und so flirtet der auffällige Statement-Rock aus Lederschnallen, ebenso wie das Stützkorsett, urplötzlich ganz verliebt mit schlichten Hemden, die mal als Shirt, mal als Kleid daherkommen. Dazu gesellen sich weit geschnittene Hosen und Shorts aus fließenden Stoffen. Herrlich!

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Das für Hoermanseder so typische, überlagerte Streifendesign findet für 2017 seine Weiterentwicklung und wird kurzerhand zu einer Art geometrisch anmutender Lochspitze umfunktioniert. Geradliniger kann Romantik nicht sein – und die Modewelt ist wieder einmal verliebt! Schließlich macht eine breite Accessoire-Range, bestehend aus Schmuck und Taschen, die Kollektion komplett. Auch hier drückt Marina Hoermanseder dem Ganzen scheinbar ganz kinderleicht ihren Stempel auf – natürlich im aller positivsten Sinne.

Und während unser Crush mit jedem Klick durch die Galerie ein bisschen weiter überschäumt, träumen und hoffen wir ganz fest, beim nächsten Mal dann auch endlich wieder persönlich dabei zu sein!

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