Alle Artikel in: Mind

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Interview | Lena Elfrath über ihren Debütroman „Die Liebe ist ein Schmetterling“

Fotos: © Marc Krause Anfang August ist Lena Elfraths Debütroman „Die Liebe ist ein Schmetterling“ erschienen. Binnen kürzester Zeit haben wir den 436 Seiten prallen Erstling verschlungen, so begeistert waren wir vom pointieren Erzählstil der Autorin, die sich nicht davor scheut, den Finger gezielt in die Wunde zu legen. Laura hat die charmante Frankfurterin mit dem ansteckenden Lachen zum Interview getroffen, um mit ihr zwischen Wein, Süßkartoffel-Pommes und ungeahnt großen Beilagensalaten über das Schreiben an sich zu sprechen, über die manchmal ziemlich verquere Suche nach dem sogenannten Sinn im Leben und die Frage, weshalb wir uns mit der Realität“ manchmal so schwertun. Ein Zusammentreffen, bei dem die Chemie von Anfang stimmte.  „Die Liebe ist ein Schmetterling“ ist dein Debütroman. Wann ist bei dir zum ersten Mal der Gedanke aufgeploppt, ein Buch zu schreiben? War das schon immer ein Bedürfnis oder gab es da einen ganz bestimmten Punkt? Die Idee war immer da. Den Entschluss, ein Buch zu schreiben, habe ich vor etwa sechs bis sieben Jahren gefasst. Kurz darauf ging ich in eine Bar und ich erinnere …

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Von Bloggern, Influencern und Journalisten. Droht da Ärger am Modefirmament?

Seit Mitte letzter Woche ist sie wieder da: Die Debatte zwischen Modebloggern und Journalisten um Integrität, Klickzahlen und Ansehen. Grund dafür ist die offenkundige Kritik gestandener Redakteurinnen der US-Vogue an der aktuellen Blogosphäre. Der Seitenhieb kam praktisch aus dem Nichts und versteckte sich zunächst auch ganz geheim zwischen dem obligatorischen Rückblick auf die Mailänder Modewoche. Eigentlich dachten die meisten von uns, dem Streit, der zuletzt 2010 in ähnlichen Maße tobte, seien längst die Argumente ausgegangen. Inzwischen schien es sogar fast so als säßen Blogger, Influencer und Redakteure von nun an in friedlicher Koexistenz nebeneinander in den Front Rows der Fashion Shows. Aber weit gefehlt. Mit einem Schlag sieht sich eine ganze Branche wieder durch die andere infrage gestellt. Doch das Gleichgewicht hat sich verschoben. Vorbei die Zeiten, in denen Blogger demutsvoll vor den großen Instanzen kuschen. Fest etabliert in der Branche wehren sich viele jetzt lauthals. Und so geht sie wieder los die Diskussion, bei der es aber nicht nur Schwarz und Weiß gibt. Hach ja, es hätte alles so schön sein können! Wie ungewohnt …

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So war´s beim ekn footwear-Store Opening + Launch des neuen Bamboo-Runners

Frankfurt hat ein neues Schuh-Paradies. ekn footwear bringt mit dem Store im Ostend aber nicht nur ziemlich stylishe Treter in seine Heimatstadt, sondern hat dem Anlass entsprechend auch gleich noch ein ganz besonderes Highlight in petto: Den Launch des brandneuen Bamboo-Runners in Zusammenarbeit mit Joy Denalane. Schon früh drängen sich die Sneaker-Fans am Freitag zwischen den weißen Sperrholzplatten im brandneuen ekn-Stores im Frankfurter Ostend. Vor dem Laden gibt es Drinks, im Innenhof Snack von der angesagten IMA Clique. Der Grund zum Feiern ein doppelter: Nicht nur, dass ekn footwear an diesem Abend seinen ersten Laden überhaupt eröffnet, das 2013 gegründete Label nutzt auch noch gleich die Gelegenheit, um das neueste Modell seines Signature-Schuhs, dem Bamboo-Runner, zu präsentieren, der zum ersten Mal in einer Women´s Edition auf den Markt kommt. Passend dazu hat sich ekn-Gründer Noel Klein-Reesink für die kreative Arbeit Joy Denalane ins Boot geholt, die er selbst über Max Herre kennenlernte. Der unterstützt ekn schon seit ein paar Jahren am Designbrett. Klar, dass es sich beide deshalb auch nicht nehmen lassen, beim Opening mit …

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Die Authentizität des Achselhaars. Symbol eines neuen Körperverständnisses?

Ist das denn jetzt eigentlich Revolution oder kann das weg? Vor Kurzem hatte ich bereits am Beispiel der Kampagne von Lonely mit Lena Dunham und Jemima Kirke darüber sinniert, ob weibliche Diversität in den Medien nun tatsächlich gefeiert oder doch vielmehr nur als effekthascherische Marketingstrategie genutzt wird. Schaut man sich die vielen weiteren Kampagnen an, die in den letzten Tagen und Wochen wie Pilze aus dem Boden geploppt sind, wird in jedem Fall ein augenscheinliches Interesse am Spiel mit sogenannten Normen deutlich, ob man der Botschaft dahinter aber immer so ohne Weiteres trauen sollte, das ist noch einmal eine ganz andere Frage. Seit dem Wochenende geistert der neue Imageclip von H&M durchs Netz. In dem, ihr ahnt es schon, die vielen Ausformungen des weiblichen Körpers gezeigt werden. Gerahmt vom soulig gebügelten Musikhit „She´s a Lady“ bietet das Video neben den Klassikern Plus Size und ethnischer Vielfalt natürlich auch die Visualisierung von Alter. Doch keine Kampagne scheint ihre Botschaft derzeit zu treffen, wenn nicht mindestens einer der folgenden beiden Aspekte aufmerksamkeitsstark inszeniert wird: das Achselhaar und …

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Happy Birthday – oder: Chapeau, Laura!

Der 8. September ist seit 1986 Jahr für Jahr ein außerordentlich glücklicher und besonders schöner Tag. In diesem Jahr begab es sich nämlich, dass die kleine Laura Sodano das Licht der Welt in strahlendem Krankenhauslicht erblickte, eingebettet in die behagliche Kulisse der westdeutschen (Kultur-)Landschaft. Seitdem bereichert Laura die Welt Tag für Tag um so viel mehr: mit ihrer scharfen und cleveren Zunge schneidet sie auch jedem noch so plumpen Menschen zick zack das Wort ab – dabei spricht sie schneller als ihr Schatten. Ihre impulsive und enthusiastische Art bewundere ich genauso sehr wie ihre Fähigkeit, im Umkreis von 1 Kilometer Luftlinie jeden Feinkostladen, der diese Kreuzung aus zwei überaus zuckrigen und überaus fettigen Süßigkeiten (Croigel, Cronut?) aufzuspüren und nebenbei immer noch bierernst über aktuelle feministische Diskurse als auch die neuesten Inhalte aus Grazia, IN und OK zu diskutieren. Und für ihre witzigen Anekdoten wird sie von allen sowieso heiß und innig geliebt. Es ist offensichtlich, dass mein Leben ebenfalls viel reicher geworden ist, seitdem sich unsere Wege vor gut fünf Jahren kreuzten. Dieses halbe Jahrzehnt …

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Think Aloud | Fast 30. Alter ist auch nur eine Frage der Perspektive

Noch vor knapp einem Jahr – als auf dem Kuchen noch 29 Kerzen brannten – dachte ich großkotzig, dass all das Gerede um die Angst vor dem 30. Geburtstag nichts als krude Panikmache sei. Warum gerieten meine Freunde angesichts ihres eigenen Ehrentages eigentlich so aus dem Häuschen? Was macht es schon für einen Unterschied, ob nun vorne eine Zwei oder Eine drei steht? Naja, knapp 24 Stunden vor meinem persönlichen Zehnersprung weiß ich: einen ziemlich großen sogar! Zumindest emotional! Seit knapp zwei Wochen hat nun auch mich die Nervosität gepackt. Gehöre ich sonst eher zu der seltenen Spezies Mensch, die durch ein fast schon ungesundes Maß an Konzentrationsfähigkeit andere zum Kopfschütteln bringen, kann ich seit ein paar Tagen kaum mehr einen einfachen Gedanken zusammenhalten. Ich bin ruhelos, weiß nicht wohin mit mir, im Hirn geht es trotz reichlich Input drunter und drüber und kaum, dass der Kopf doch einmal kein direktes Denkfutter hat, rattert auch schon die Sorgenmaschine. Wo stehst du eigentlich im Leben? Was hast du bisher erreicht? Bist du damit zufrieden oder willst …

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Monday Muses | Lena Dunham und Jemima Kirke als Lonely Girls

Lena Dunham und Jemima Kirke machen ab sofort Werbung für Lingerie. Doch hier geht es nicht nur um den vermeintlichen Reiz, von Spitze und Co. Mit der Kampagne setzen sich die Freundinnen und Girls Co-Stars einmal mehr für die Emanzipation des weiblichen Körpers ein… und mindestens die Mainstream-Medien springen darauf an. Welch Ironie. Ende der Woche fegte ein Sturm der Begeisterung durchs Netz. Der Grund so simpel, wie scheinbar leider auch besonders: Lena Dunham und Jemima Kirke präsentieren sich für die neuseeländische Brand Lonely in verführerischer Wäsche. Unretuschiert, ganz so, wie ihr Körper eben ist, mit allen Dellen und Unebenheiten. Und spätestens hier erklärt sich das obige „leider“. Nun scheint es erst einmal gar keine große Sache, wenn die beiden Schauspielerinnen sich derart entblättert zeigen. Schließlich haben wir die beiden auch in Girls schon mehr als einmal nackt gesehen. Warum also der Hype? Hier kommt die Wäschemarke Lonely selbst ins Spiel. Die schreibt sich nämlich schon seit Längerem auf die Fahne, Fotos gänzlich ohne Retusche und Photoshopexzesse zu publizieren, um so die Diversität des weiblichen Körpers …