Alle Artikel in: Trend

Cowboy Boots_habits_header

Dress me Monday | Cowboy und Western Boots

rosafarbene Cowboy Boots von Kentucky´s Western via Zalando | Sylvia Boots von GANNI | nudefarbene Boots mit grünen Akzenten von Jean-Michel Cazabat via Farfetch | rote Boots mit Fanden via Etsy | schwarz-weiße Cowboy Boots via ASOS (leider aktuelle vergriffen) “These boots are made for walking..”, sang einst schon Nancy Sinatra. Jessica Simpson tat es ihr irgendwann den 2000ern gleich und trällerte den Kultsong im passenden Cowgirl-Outfit nach. Ohnehin scheint der wilde Westen vornehmlich auf weibliche Popsternchen und -stars an irgendeinem Punkt in ihrer Karriere einen ganz besonderen Reiz auszuüben. Auch Britney Spears und Christina Aguilera riefen motiviert “howdy” in ihren wilden Phasen, Lady Gaga präsentiert sich im Video zur brandneuen Single-Aaskopplung ungewohnt “normal” im Western-Texas-Style, die Pussycat Doll trugen entsprechendes Schuhwerk, gleiches gilt für Gwen Stefani und natürlich auch für die Mutter des Imagewandels Madonna. So ließe sich die Liste munter durchexerzieren. Abseits quietschbunter Popfassaden liebäugelt im Moment vor allem die Modewelt mit der Prairie. Was sich in Form von Kleidern und einzelnen Schühchen schon im vergangenen Herbst/Winter andeutete, findet nun die nächste Steigerung. Die Cowboy Boots sind zurück – …

Inspiriert vom Runway_habits

Dress me Monday | Vom Laufsteg inspiriert. GANNIs Businessfrau

Hierzulande lässt sich der Frühling temperturtechnisch noch nicht einmal erahnen, da dreht sich in der Modewelt schon wieder alles um den kommenden Herbst/Winter. Eigentlich gar nicht so schlecht, denn so schön die aktuellen Sommerlooks, die allmählich in den Läden eintrudeln, auch sein mögen, sie erweisen sich als echte Stimmungskiller, wenn sie von der Stange am Ende doch auf direktem Weg und ungetragen in den eigenen Schrank wandern. Lassen wir uns also besser von dem inspirieren, was sich die Designer, genauer gesagt die kreativen Köpfe hinter unserem liebsten Dänemark-Export GANNI, für die Saison nach Sommer, Sonne, Sonnenschein für uns ausgedacht haben. Unter dem Claim #lovesociety wurde es bei der Show des Labels vor Kurzem gefühlt politisch. Liebe statt Hass und Wut, so die Message. Das alles visualisiert durch reichlich Rüschen und Herzchen. Zugegeben, das allein haut uns noch nicht vom Hocker und steht in seiner Argumentation wohl eher auf wackeligen Beinen. Schließlich stellt sich schlussendlich die Frage, wie all die „Süßheit“ angesichts aktueller politischer Querelen eigentlich helfen soll. Ich fürchte fast das umstürzlerische Potenzial wäre ebenso …

Eine Hose Zwei Looks Header habits

Fashion-Inspo | Eine Hose. Zwei Looks

Hose – H&M | Pullover mit farblichen Akzenten – & other Stories | weiße Loafer – Topshop | Umhängetasche – WEEKDAY | roter Sweater – Vetements X Champion via Net-a-Porter | Clogs – Mango | Shopper – WEEKDAY Nach der Fashion Week überkam erst einmal auch mich das obligatorische Modetief. Scheint so eine Art Berufskrankheit zu sein, die sich vor allem in den kalten Wintermonaten leise aber stetig in unsere Köpfe schleicht. Wo man auch hinklickte, keiner hatte so richtig Lust sich herzurichten oder gar kreativ zu werden. Jeans, Pullover, dazu dicke Socken, Mantel und Mütze. Mehr braucht es nicht bei Temperaturen unter Null und anderes hält auch überhaupt nicht warm. Gerade als ich schon anfing, an meinem bisherigen Selbst zu zweifeln und mich zu fragen, ob es das jetzt womöglich ganz war mit mir und der Mode, da klopfte auf einmal doch die Stil-Lust wieder an die Tür. Schuld sind und waren die ersten textilen Frühlingsboten und insbesondere eine ganz bestimmte Hose, die seit dem Wochenende und dank Mutters Einsatz endlich auch an kleinen 1,61m …

Kampflustig_habits_vladimir Karaleev

Berlins modische Kampfansage. Die Realität darf nicht ausgeblendet werden

Die Welt ähnelt einem Schlachtfeld. Zumindest, wenn es nach der Mode geht. Tarnmuster all over, Rüstungsähnliche Oberteile aus Step, wie wir sie just bei Dior sahen und sonst eigentlich eher vom Fechten kennen, die Rückkehr der Businessfrau mit überbreiten Schultern und ihre Absage an eine Weiblichkeit, die beschützt werden muss. Kurzum: Es geht drunter und drüber im Staate Dänemark… äh halt, das war ja Shakespeare. Aber auch Hamlet rüstete sich einst zum Kampf gegen die intriganten Machenschaften seines Onkels. Zwar geht es an unserem gesellschaftlichen Hofe derzeit weniger darum, dass der eigene Onkel uns zugunsten des Throns aus dem Weg haben will, die komischen Verwandten, die wir lieber weiterhin verdrängt hätten, kommen aber durchaus mittlerweile aus allen Ecken und Winkeln gekrochen. Im Gepäck ein ziemlich lauter Herrschaftsanspruch. In den USA ist der Thron schon besetzt. In Frankreich und Deutschland machen sich die Schwippschwager nun daran, es gleich zu tun. Doch auch außerhalb des westlichen Kosmos, wo Geld noch immer die größte Sprengkraft zu haben scheint, geht es nicht weniger vernichtend. Da toben erbitterte Kriege um Territorien und …

William Fan AW17_header habits_Rachel Israela

Fashion Week Berlin | William Fan AW17 – Afternoon Stories

Wenn ein Designer es immer wieder schafft, uns für einen kurzen Augenblick raus aus dem Modetrubel hinein in andere Welten zu entführen, dann ist das eindeutig William Fan. Zu Recht gilt der Berliner Jungdesigner als eines der spannendsten Nachwuchstalente der Hauptstadt. Seine Shows sind begehrt, die Atmosphäre bleibt trotzdem klein und familiär. Das Who is Who der Szene versammelt sich hier nur zu gerne. Selbst Christiane Arp, ihres Zeichens Chefredakteurin der deutschen Vogue, schaut persönlich vorbei und gibt schon vorab begeisterte Interviews. Pseudo-Prominenz und Medien-Magnete sucht man dagegen vergeblich. Zum Glück. Denn wo andere mit großen Effekten und viel Chi Chi versuchen zu protzen, da begeistert William Fan allein durch seine geradlinig zeitlose und dabei doch raffinierte Mode. Auch für die kommende AW17-Kollektion bleibt er seinem Motto treu. Nach der “Disko” und “Dem Morgen nach der Party”, nimmt uns William, der Geschichtenerzähler, dieses mal mit auf eine Reise nach China. Wir finden uns in engen, lebendigen Straßenschluchten wider, durch die die Models zunächst halb verdeckt durch rote Lackvorhänge praktisch hindurch schweben. Zu diesem Zeitpunkt ahnen wir noch nicht, dass auch wir …

Malaikaraiss AW17_header habits

Fashion Week Berlin | Malaikaraiss AW17 – No. 13

Nicht nur für uns gehört Malaikaraiss längst zu den Urgesteinen der Berliner Modeszene. Die gleichnamige Designerin steht für feminine Looks mit einem gewissen Twist, oder besser gesagt; Weiblichkeit mit ordentlich Power dahinter. Ein Thema, das gesellschaftlich nicht aktueller sein könnte und unter dem natürlich auch die Kollektion für den kommenden Herbst/Winter wieder steht. Mit No.13 präsentierte Malaika im wunderbaren Baustellenambiente des Berliner Stadtschlosses Looks, die irgendwo zwischen viktorianischem Zeitalter und 80er Jahre Retro schweben. Gerüschte Stehkragen und fließende Faltenröcke flirten da mit übergroßen Wollstrickjacken, gestärkten Anzughosen in Knallpink und übergroßen Hemden in Hellblau. Dazu gesellen sich taillierte Lederjacken wie sie einst wohl nur knallharte Tatort-Kommisare getragen hätten und zuckersüße Muffs wie Stolas aus (hoffentlich Kunst-)Fell. Das erinnert mal an zarte Mädchenträume á la Jane Austen, mal an toughe Businessfrauen – und genau darin liegt auch die Intention. Weiblichkeit steht für Malaika Raiss in keinem Widerspruch zu einem selbstbewussten Auftreten. Das verriet mir die Designerin im Interview für ein anderes Projekt, das wir natürlich mit euch teilen, sobald es spruchreif ist. Malaikas Ansicht nach schrecken Frauen auch …

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Dress me Monday | Rüschen-Dress goes girly

Pullover – Bella Freud | Trägerkleid mit Rüschen – H&M | T-Shirt – Marc Jacobs via Net-a-Porter | Sneakers – adidas (Superstar II) via Zalando | Baskenmütze – Kauf Dich Glücklich) | Ledertasche – WEEKDAY Keine Ahnung, wann das mit den Rüschen und mir zu einer Leidenschaft heranwuchs. Fakt is aber, noch vor ein paar Jahren wäre es schier undenkbar gewesen, dass sich in meinem Schrank auch nur ein Teil mit entsprechendem Chichi findet. Wobei so ganz stimmt das nicht. Denn ehe die Hormone mich mit einem Schlag in die Pubertät katapultierten, gab es schon einmal eine ziemlich lange Phase in meinem Leben, in denen modisch betrachtet nichts ohne Rüschen, Schleifchen und anderem Mädchenkram ging. Kommt am Ende also tatsächlich alles wieder wie Mutter immer so schön sagt? Ein Funken Wahrheit steckt mit Sicherheit in diesem Satz. Bliebe also theoretisch nur noch die Frage zu klären, ob das mit dem verspielten Dekor auf der Kleidung jetzt charakterlichen Ursprungs ist oder trendbedingt bei mir zu akuter Schnappatmung führt. Spätestens seit letzten Jahres feiert das Modemädchen sein …