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Zurück zu den Wurzeln? Die Modewelt im Wandel

Bilder: Screenshots DIOR Livestream So sehr ich es sonst verteufle mein Dasein krank im Bett zu fristen – verdonnert zum Nichtstun, das Hirn irgendwo eingepfercht zwischen Triefnase, Kopfweh und Ohrenrauschen – so sehr kann ausgerechnet diese zwangsverordnete Ruhe dazu führen, dass man sich endlich wieder einmal ausgiebig mit Dingen beschäftigt, die man liebt, zu denen in letzter Zeit aber einfach viel zu wenig Zeit blieb. So fand ich mich an einem eisigen Dienstagnachmittag, eingerollt in die warme Decke ein Glas Tee neben mir plötzlich vorm Livestream der Dior AW18/19 Show wieder und stellte mir unweigerlich die Frage: Wieso, liebe Mode, habe ich dich in letzter Zeit eigentlich so sehr vernachlässigt. Aber von vorne: Das Leben ist nicht immer nur Sahneeis schlecken. Dessen wird man sich mit zunehmenden Heranreifen leider nur allzu deutlich bewusst. Wo früher lange Sommertage und durchtanzte Nächte waren, da schlägt man sich selbige auf einmal für den Job um die Ohren, um anschließend wahlweise abgeschlafft auf der Couch oder im sogenannten Freizeitstress zu landen, der einem trotzdem stetig das Gefühl vermittelt, die Liebsten kämen …

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Dress me Monday | Auf dünnen Stöckeln

weiße Overknees von Off-White via mytheresa | rote Sock Hebels von H&M | pinkfarbene Stock Heels von Topshop | Booties mit Print von Balenciaga via mytheresa | weiße Lederstiefeletten von H&M | violette „KITTY“ Overknee-Heels von ASOS | rote Overkneestiefel mit Stretch von Mango Bilder: PR Es war etwa zu Beginn der 2000er Jahre. Sex and the City lief als die „series to watch“ im deutschen Fernsehen und ich war in einem Alter angekommen, in dem ich endlich alt genug schien, wie Carrie und Co. nun auch meinerseits in hohen Absätzen durch die Welt zu stöckeln. Das tat ich denn auch. Ebenso wie meine Freundinnen, deren Freundinnen und die meisten anderen weiblichen Wesen auf dem Schulhof. Anders ausgedrückt: Absätze waren das tollste, das Frau und die, die es noch werden wollte, an den Füßen tragen konnte. Und je dünner die waren, desto besser. Vom Finger breiten Steg bis hin zum Pfennigabsatz par excellence. Das waren die Must Haves der Stunde. Unter fünf Zentimeter ging nichts, acht war die Regel, an zehn trauten sich nur Expertinnen ran oder solche, die bereits Zugriff auf …

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Dress me Monday | Karo All Over

Trenchcoat von Zara | Rock von Mango | weit geschnittene Karo-Hose von H&M | Karo-Ohrringe von Zara | Karo-Pumps von Zara Bilder: PR Die einen denken bei seinem Anblick an Highlander, die anderen an Dudelsäcke und wieder andere haben sofort den Sound des Grunge im Ohr. Die Rede ist vom Karomuster. In diesem Herbst/Winter feiern die quadratischen Kästchen wieder einmal ein Comeback. Von teuer bis Schnäppchen, hier kommen die schönsten Teile. Das Karomuster gehört mindestens so sehr ins klassische Repertoire des Modedesigns wie Paisley oder Streifen. Chanel hat es schon auf den Laufsteg gebracht, Marc Jacobs auch, ebenso Céline, Stella McCartney und Vivienne Westwood. Bei letzterer gehört es dann auch fast schon zur politischen Einstellung. Schließlich haben neben dem Grunge und den Schotten vor allem auch die Punks dem Karomuster modisches Gewicht verliehen. Da wundert es kaum, dass das markante Pattern regelmäßig seine Rückkehr auf die Kleiderstangen feiert. So auch in dieser Herbst-/Wintersaison. Von Ganni über H&M bis hin zu Topshop, Mango und Zara, die großen Ketten überschlagen sich beinahe vor Begeisterung. Dabei bleiben Karo und Tartan stilistisch eng an die 80er Jahre gesknüpft. …

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Trendwatch | Orange

T-Shirt – GANNI | Schuhe – Dries van Noten via mytheresa | Ohrringe – Zara | Jumpsuit – Apiece Apart via Net-a-Porter | Bluse – Zara Manchmal scheint es fast verrückt, wie ähnlich die Modegemüter getaktet sind. Inspiriert von meinem Strickpullover, den in den ich mich kürzlich bei H&M Hals über Kopf schockverliebte, bastelte ich an den letzten zwei Abenden munter am Trendbericht zur Trendfarbe Orange. Fertig mit der ersten Auswahl musste ich beim Klick auf This is Jane Wayne erst einmal lachen. Dort titelte die liebe Nikejane „Orange is the new Red“ und präsentierte eine feine Auswahl an schmucken Teile zu besagter Farbe. Ähnlich auch im restlichen Web. Überall schmuggelt sich der knallige Ton derzeit in Kollektionen und Trendberichte. Bevor wir uns jetzt aber auch in Anspielungen auf die gleichnamigen Netflix-Serie verlieren, kommen wir zum eigentlich Thema: Am knalligen Ton, der ziemlich genau in der Mitte von Gelb und Rot liegt, kommen wir in diesem Jahr definitiv nicht vorbei. Dabei galt Orange lange als schwarzes Schaf innerhalb der Farbpalette. Im Kunstunterricht lernte ich einst der Ton sei die Farbe des billigen Plastiks und …

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Fashion Week Berlin | Eine Reise in die Jugend mit William Fan

Bilder: Sebastian Reuter/Getty Images for DER BERLINER MODESALON Ein Kurztrip in die eigene Jugend kann schöner sein als gedacht. Zumindest, wenn er mit so viel Schwung und Liebe daherkommt, wie die Kollektion von William Fan. „80er, 90er und das Beste von heute“, lautet der jahrelange Claim eines Frankfurter Radiosenders und, wenn ich nicht falsch liege, nutzen sie ihn sogar noch immer. Einem ähnlichen Anspruch scheint derzeit auch die Mode zu folgen. It’s all about the 80s. Dank Marc Jacobs erleben wir derzeit noch einmal die Anfänge von MTV, durch Saint Laurent, Céline und Balenciaga tragen wir unlängst wieder Glitzerminis und breite Schultern, dank ASOS können wir den 80s Look von Kopf bis Fuß zu kleinem Budget shoppen und auf Netflix fiebern wir mit den Wrestlinggirls von Glow mit. Trotzdem steht schon das nächste Jahrzehnt in den Startlöchern. Chronologisch korrekt folgen auf die 90er. Das wurde nicht zuletzt auch bei der Fashion Week in Berlin deutlich, wo uns vor allem ein Designer auf die kleine Zeitreise in meine Jugend entführte. William Fan, der längst für seine brillanten …

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Dress me Monday | Sale Sale Sale

pinkfarbener zweireihiger Blazer von ZARA | Rüschenrock mit Vichy-Karo von Mango | Plateau-Lederpantoletten von ZARA | Jumpsuit Evy von Edited the Label | Hemdkleid von Joseph via Stylebop | Hemd mit Streifen und Kreisen von Stella McCartney via mytheresa | Sandalen Virgie von Acne Studios via mytheresa | Jeans mit Flammenstickerei von sandro PARIS Seit einigen Jahren versuche ich den Sale insgesamt eher zu meiden. Überfüllte Geschäfte, die dank gieriger Schnäppchenjäger binnen kürzester Zeit wie billige Ramschbuden aussehen, lange Warteschlangen vor Kabine und Kasse, gestresste Verkäufer und Teile über Teile, sodass man vor lauter Wald die Bäume gar nicht mehr sieht. Kurzum: Einkaufen im Sale ist Stress pur. Ein Stress, den sich der gemeine Kunde Saison um Saison freiwillig antut. Offensichtlich gerne, wie die Probe aufs Exempel immer wieder zeigt. Schaut man sich nur einmal die jährlichen Beiträge über den Shopping-Startschuss am sogenannten Black Friday in den USA an, wundert es kaum noch, dass so mancher den Begriff Sale längst als böses Unwort wahrnimmt. Das Modekarussell dreht sich mittlerweile schließlich auch so rasant, dass online wie offline praktisch permanent bunte Rabattschilder an den Kleiderstangen …

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Dress me Monday | Paloma Wool

Hemd – Paloma Wool | Jeansrock – & other Stories | Adiletten – adidas via Zalando (schwarze Variante via ASOS) | Tasche – WEEKEND MaxMara via Zalando | Lippenstift – M.A.C. Es gibt insgesamt nur wenige Punkte, in denen die herzallerliebste Lola und ich uns uneinig sind. Einer davon betrifft definitiv unsere Kleiderschränke. Denn während es in meinem nur so von Farbe, Rüschen und reichlich Mädchenkram wimmelt, setzt die andere Hälfte von habits lieber auf dezente Töne, gerade Linien und schlichtes Understatement. Man könnte auch sagen Retro-Barbie trifft Tomboy-Style; naja oder so ähnlich. Von Zeit zu Zeit passiert es dann aber doch, dass wir uns beide in das gleiche Teil verlieben. Handelte es sich dabei in letzter Zeit vornehmlich um große Klunker an den Ohren, begeistert uns beide nun endlich wieder einmal gleichermaßen ein Textil. Kürzlich erst präsentierte Lola bei Instagram einen Schnappschuss, auf dem sie ein Hemd von Paloma Wool trug. Für sie sind die Dinger mit dem Kragen eine typische Sache, für mich eher weniger, obwohl auch davon reichlich im Schrank hängt. Meistens fühle ich mich am Ende des …